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Die Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen der EU mit den Staaten des Westlichen Balkans

Hanna Marwedel

Die Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen der EU mit den Staaten des Westlichen Balkans

Berlin: Lit 2012 (Recht in Ostmittel-, Südost- und Osteuropa/GUS 17); XVI, 340 S.; 39,90 €; ISBN 978-3-643-11458-7
Rechtswiss. Diss Hamburg; Begutachtung: O. Luchterhandt, A. Hatje. – Wie dem Titel zu entnehmen ist, stehen die Stabilisierungs –und Assoziierungsabkommen (SAA) der EU mit den westlichen Balkanstaaten im Mittelpunkt dieser Arbeit. Die SAA sollen die EU-Anwärter auf einen Beitritt vorbereiten helfen. Hierfür werden spezielle Institutionen und eine Freihandelszone geschaffen, die die politische, soziale und wirtschaftliche Lage in den assoziierten Staaten verbessern sollen. Mit Blick auf den Aufbau der Arbeit ist es scheinbar Marwedels Ziel, die juristischen Grundlagen der SAA darzulegen (Kap. 2), dann die speziell mit Kroatien geschlossenen SAA (hier vor allem die binnenmarktrelevanten Bestimmungen) genau zu untersuchen (Kap. 3), um mit Blick auf die tatsächliche Situation die Wirksamkeit der SAA zumindest im Rahmen der vorhandenen Informationen abschätzen zu können (Kap. 4). Eine explizit gemachte und die Arbeit umspannende Frage findet sich in Marwedels recht knapper Einleitung nicht. Das analytische Herzstück der Arbeit ist Kapitel 3, das die Autorin stark untergliedert und dessen Aufbau vor allem dem rechtswissenschaftlich Interessierten entgegenkommt. So diskutiert Marwedel die im Abkommen festgehaltenen Bestimmungen en détail, vor allem jene, die den gemeinsamen europäischen Binnenmarkt schon vor dem Beitritt der westlichen Balkanländer erweitern. Hier prüft Marwedel insbesondere, ob überhaupt die Voraussetzungen für die Übertragung auf die SAA-Bestimmungen vorliegen. Am Ende ihrer Arbeit kommt Marwedel mit Blick auf die reale Situation zum Schluss, dass „in vielen Bereichen sogar bei der Umsetzung des Abkommens noch umfangreicher Handlungsbedarf besteht“ (310).
Ines Weber (IW)
M. A., Politikwissenschaftlerin (Kommunikationswissenschaftlerin, Psychologin), wiss. Mitarbeiterin, Institut für Sozialwissenschaften, Christian-Albrechts-Universität Kiel.
Rubrizierung: 3.6 | 3.5 Empfohlene Zitierweise: Ines Weber, Rezension zu: Hanna Marwedel: Die Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen der EU mit den Staaten des Westlichen Balkans Berlin: 2012, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/35468-die-stabilisierungs--und-assoziierungsabkommen-der-eu-mit-den-staaten-des-westlichen-balkans_42760, veröffentlicht am 01.11.2012. Buch-Nr.: 42760 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken

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