Portal für Politikwissenschaft

Neutralität im Zweiten Weltkrieg

Florian Henning Setzen

Neutralität im Zweiten Weltkrieg. Irland, Schweden und die Schweiz im Vergleich

Hamburg: Verlag Dr. Kovac 1997 (Studien zur Zeitgeschichte 14); 153 S.; 98,- DM; ISBN 3-86064-651-6
Magisterarbeit Freiburg i. Br. - Neutralität ist ein Begriff, der mit sehr unterschiedlichen Akzentuierungen verwendet wird. Deshalb arbeitet der Autor zunächst eine umfangreiche völkerrechtliche Definition heraus, die er einerseits aus dem Gewohnheitsrecht, andererseits aus internationalen Abkommen bis 1939 ableitet. Dabei macht er auch deutlich, welche grundsätzlichen Probleme bei der Umsetzung von Neutralität bestehen. Anschließend untersucht Setzen die drei betrachteten Länder daraufhin, inwieweit sie sich im Zweiten Weltkrieg im Sinne der eingangs entwickelten Begriffsbestimmung tatsächlich neutral verhalten haben. Er kommt zu dem Ergebnis, daß keines der Länder vollständig neutral geblieben ist. Wirtschaftliche Interessen, die Bewahrung der eigenen Souveränität sowie der Wunsch, nicht an Kampfhandlungen teilzunehmen, waren die Hauptgründe für die Neutralitätsübertretungen der betrachteten Länder.
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.61 | 2.5 | 4.22 | 2.312 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Florian Henning Setzen: Neutralität im Zweiten Weltkrieg. Hamburg: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/6081-neutralitaet-im-zweiten-weltkrieg_8266, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8266 Rezension drucken

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