Gerda Lederer / Peter Schmidt

Autoritarismus und Gesellschaft. Trendanalysen und vergleichende Jugenduntersuchungen 1945-1993

Opladen: Leske + Budrich 1995; 424 S.; kart., 88,- DM; ISBN 3-8100-1283-1
Ausgangspunkt der Studie ist die Frage, ob die Stabilität der deutschen Demokratie nach 1945 "an besseren institutionellen Regelungen [liegt] oder daran, daß tatsächlich durch den Wechsel von Generationen weniger autoritätshörige Personen in Deutschland leben" (12). Zur Beantwortung dieser Frage werden zum einen eine Reihe aufeinander abgestimmter empirischer Untersuchungen zum Autoritarismus dargestellt, die zu verschiedenen Zeitpunkten und in unterschiedlichen kulturellen Kontexten entstanden sind. Zum anderen wird die Theorie der "Autoritären Persönlichkeit" erweitert. Inhalt: Peter Schmidt: Einleitung (12‑21). I. Teil: Gerda Lederer: Die "Autoritäre Persönlichkeit": Geschichte einer Theorie (25‑51); Gerda Lederer: Die Studien von McGranahan und Kagitcibasi (52‑58); Christian Seipel/Susanne Rippl/Gerda Lederer: Trendanalysen und internationaler Vergleich des Autoritarismus (59‑85); Gerda Lederer/Angela Kindervater: Der Wandel des Autoritarismus unter Jugendlichen in den USA (86‑101); Susanne Rippl/Christian Seipel/Gerda Lederer: Wandel des Autoritarismus bei Jugendlichen in Westdeutschland: 1945 ‑ 1991 (102‑135); Gerda Lederer/Angela Kindervater: Wandel des Autoritarismus bei Jugendlichen in Österreich (136‑166); Gerda Lederer/Angela Kindervater: Internationale Vergleiche (167‑188); Bettina Rohn: Exkurs: "Wir stehn’ für die deutsche Ordnung und die deutsche Sauberkeit, sind aber keine Neonazis!" Qualitative Untersuchungen zu autoritären Merkmalen bei ostdeutschen Jugendlichen (189‑217). II. Teil: Peter Schmidt/Karsten Stephan/Andrea Herrmann: Entwicklung einer Kurzskala zur Messung von Autoritarismus (221‑227); Christian Seipel/Susanne Rippl/Peter Schmidt: Autoritarismus, Politikverdrossenheit und rechte Orientierungen (228‑249); Karsten Stephan/Martin Berger/Peter Schmidt/Andrea Herrmann: Die Deutschen und der Golfkrieg (250‑286); Andrea Herrmann/Peter Schmidt: Autoritarismus, Anomie und Ethnozentrismus (287‑319); Peter Schmidt/Martin Berger: Stabilität und Wandel des Autoritarismus (320‑336); Martin Berger/Peter Schmidt: Familienstruktur, Elternwahrnehmung und Autoritarismus (337‑354); Christian Lüdemann: Fremdenfeindliche Gewalt und Lichterketten. Kollektives Handeln als "Rational Choice" (355‑381); Adam Weisberger: Epilog (382‑388).
Julia Schmidt-Häuer (JSH)
Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
Rubrizierung: 2.3 | 5.4 | 2.37 | 1.2 Empfohlene Zitierweise: Julia Schmidt-Häuer, Rezension zu: Gerda Lederer / Peter Schmidt: Autoritarismus und Gesellschaft. Opladen: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/276-autoritarismus-und-gesellschaft_17, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 17 Rezension drucken

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