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DDR 1989 - Die Friedliche Revolution der Bürger

25.06.2015
3 Ergebnis(se)
Autorenprofil
Anke Rösener, Diplom-Politologin
Autorenprofil
Natalie Wohlleben, Dipl.-Politologin
Autorenprofil
Sabine Steppat, Dipl.-Politologin

Diese Auswahlbibliografie umfasst zahlreiche Rezensionen aus der Annotierten Bibliografie zu deutsch-deutscher Transformationsgeschichte.

 

Rezension / Stephan Klecha / 25.06.2015

Christiane Baumann: Manfred "Ibrahim" Böhme. Das Prinzip Verrat

Berlin: Lukas Verlag 2015; 191 S.; brosch., 19,80 €; ISBN 978-3-86732-208-9

In den Tagen der Wende 1989 stolperten zahlreiche DDR‑Bürger in die politische Arena hinein. Zu der Riege jener, denen man zubilligte, langfristig eine wichtige Rolle zu spielen, gehörte Manfred „Ibrahim“ Böhme. In der Sozialdemokratie der DDR machte er, mit Eloquenz und Charisma versehen, rasant Karriere – bis es Hinweise auf eine Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit gab. Im Auftrag der Robert‑Havemann‑Gesellschaft hat die Journalistin Christiane Baumann bereits 2009 versucht, das Leben Böhmes auszuleuchten. Mit dieser Neuausgabe ihres Buches erweitert sie ihre Befunde.

Rezension / Natalie Wohlleben / 22.05.2014

Marianne Birthler: Halbes Land. Ganzes Land. Ganzes Leben. Erinnerungen

Berlin: Hanser 2014; 398 S.; 22,90 €; ISBN 978-3-446-24151-0

Zu den starken Eindrücken, die diese Autobiografie hinterlässt, gehört die universelle und für alle Gesellschaften, die eine Diktatur überwunden haben, zentrale Erkenntnis, „dass die verschlossenen Archive ein größeres Gefahrenpotential für den gesellschaftlichen Frieden darstellen als geöffnete“ (364). Die Behörde des/der Bundesbeauftragte(n) für die Stasi‑Unterlagen hat mittlerweile Vorbildfunktion auch für andere europäische Länder, zeigt ihre Arbeit doch, dass es nicht um Rache, sondern um Aufklärung geht, um Hilfe für Opfer der Diktatur, die ihr Leben verstehen wollen, um Schutz davor, dass die alten Spitzel neue Positionen ergattern, aber auch davor, dass jemand falsch beschuldigt wird. 

Rezension / Natalie Wohlleben / 26.03.2015

Thomas Ahbe / Michael Hofmann / Volker Stiehler (Hrsg.): Redefreiheit. Öffentliche Debatten der Bevölkerung im Oktober und November 1989 – Problemwahrnehmungen und Lösungsvorstellungen aus der Mitte der Gesellschaft

Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2014; 751 S.; hardc., 39,90 €; ISBN 978-3-86583-888-9

„Es nützt nichts, wenn Sie den Hosenknopf aufmachen, sondern die Hose muss runter!“ (192) Diese metaphorische Aufforderung eines Bürgers erging an Hartmut Reitmann, damals Stellvertreter des Vorsitzenden des Rates des Bezirks für Inneres, wie seine Position im besten Beamtendeutsch hieß. Wie sehr das Regime an diesem 28. Oktober 1989 schon entblößt – entlegitimiert – war, schienen aber Reitmann und die anderen Vertreter des Systems, die sich im academixer‑Keller in Leipzig der Diskussion stellten, noch nicht realisiert zu haben.

Rezension / Natalie Wohlleben / 12.02.2015

Roland Jahn, unter Mitarbeit von Dagmar Hovestädt: Wir Angepassten. Überleben in der DDR

München/Zürich: Piper 2014; 190 S.; 2. Aufl.; 19,99 €; ISBN 978-3-492-05631-1

„Wir Angepassten“ – Mit dieser Zuschreibung will Roland Jahn eine Brücke bauen zwischen den Menschen, die das SED‑System mittrugen oder zumindest versuchten, nicht aufzufallen, und denen, die sich die offene Dissidenz trauten. Entlang seiner eigenen Biografie erzählt der derzeitige Bundesbeauftragte für die Stasi‑Unterlagen deshalb, wie es war: Auf eine Formel gebracht, verbrachten demnach nicht wenige ein Leben in Anpassung und Widerstand – „und“, nicht „oder“, versuchte doch auch Jahn selbst, wie er schreibt, eine ganze Weile, mit dem System klarzukommen, leistete seinen Wehrdienst und versuchte, auch den Eltern zuliebe, sich in die Universität einzupassen. 

 

Rezension / Martin Munke / 05.04.2012

Clemens Vollnhals (Hrsg.): Jahre des Umbruchs. Friedliche Revolution in der DDR und Transition in Ostmitteleuropa

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2011 (Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung 43); 406 S.; geb., 59,95 €; ISBN 978-3-525-36919-7

Der Band schließt an eine Reihe ähnlicher Veröffentlichungen an, die auf Veranstaltungen zum 20-jährigen Jubiläum des Umbruchs von 1989 beruhen. Vollnhals versammelt die Beiträge einer Tagung, die im Mai 2009 vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung und der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Dresden durchgeführt wurde. 

 

Rezension / Ines Weber / 16.06.2011

Aleksandr Galkin / Anatolij Tschernjajew (Hrsg.): Michail Gorbatschow und die deutsche Frage. Sowjetische Dokumente 1986-1991. Deutsche Ausgabe hrsg. von Helmut Altrichter, Horst Möller und Jürgen Zarusky, kommentiert von Andreas Hilger. Aus dem Russischen übertragen von Joachim Glaubitz

München: Oldenbourg Verlag 2011 (Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte 83); XXXV, 640 S.; Ln., 69,80 €; ISBN 978-3-486-58654-1

Der Friedensnobelpreisträger Michail S. Gorbatschow hat maßgeblich zur deutschen Wiedervereinigung beigetragen. Welche Rolle der Generalsekretär der KPdSU genau spielte, welche Gespräche geführt und parteiinternen Entscheidungen in Moskau getroffen wurden, war bisher nur wenig bekannt. Dies gilt insbesondere für die vor 1989 liegende Zeit. 

 

Rezension / Marinke Gindullis / 25.08.2011

Janusz Sawczuk: Turbulentes 1989. Genese der deutschen Einheit. Übersetzt aus dem Polnischen von Jens Frasek

Oxford u. a.: Peter Lang 2011 (Nationalisms Across the Globe 6); XIV, 313 S.; 50,- €; ISBN 978-3-0343-0149-7

Sawczuk rekapituliert die Ereignisse des Jahres 1989. Als ein wichtiges Datum benennt er den 28. November 1989, damals erläuterte Bundeskanzler Helmut Kohl vor dem Bundestag seinen Zehn-Punkte-Plan – dies sei ein entscheidender Schritt hin zur deutschen Einheit gewesen. Überhaupt stellt der Autor die Politik des Bundeskanzleramtes und dessen Einfluss auf die internationalen Beziehungen in den Mittelpunkt. 

 

Rezension / Ines Weber / 19.06.2014

Francesca Weil: Verhandelte Demokratisierung. Die Runden Tische der Bezirke 1989/90 in der DDR

Göttingen: V&R unipress 2011 (Berichte und Studien 60); 248 S.; kart., 22,99 €; ISBN 978-3-89971-881-2

Über die 1989/90 zahlreich entstandenen Runden Tische gibt es in der Forschungsliteratur unterschiedliche Ansichten: Kommen einige Wissenschaftler_innen zu dem Schluss, dass die Runden Tische eine Schule der Demokratie waren, meinen andere, dass der Dialog zwischen SED, den anderen DDR‑Parteien und den Bürgerrechtsbewegungen die Entmachtung der SED verzögert habe. Francesca Weil macht es sich zur Aufgabe, die „Rolle und Funktion der 15 Runden Tische der Bezirke im ostdeutschen Transitionsprozess“ (15) zu bestimmen. 

 

Rezension / Natalie Wohlleben / 05.08.2009

Jan Schönfelder (Hrsg.): Das Wunder der Friedlichen Revolution. Prominente Stimmen zum Herbst 1989

Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2009; 210 S.; 14,80 €; ISBN 978-3-374-02669-2

„‚Wissen Se, wie bläde wir uns hier vorkomm? Als täten wir einen Panzerschrank von vorne bewachen, der hinten schon aufgeschnitten ist.’“ (55) Im Juli 1989, nachdem der ungarische Außenminister Horn mit einem Bolzenschneider die Grenze zwischen Ungarn und Österreich geöffnet hatte, sah wohl auch dieser DDR-Grenzbeamter, der gegenüber Gunther Emmerich seinen Unmut kundtat, keinen rechten Sinn mehr in seiner Bewachungsaufgabe. 

Rezension / Natalie Wohlleben / 23.09.2009

Wolfgang Schuller: Die deutsche Revolution 1989

Berlin: Rowohlt 2009; 384 S.; hardc., 19,90 €; ISBN 978-3-87134-573-9

Als die Polizisten am 2. Oktober 1989 angesichts der Demonstranten den „Lautsprecher einschalteten und sagten: ‚Hier spricht die Volkspolizei’, antwortete die Menge: ‚Wir sind das Volk’“ (305), zitiert Schuller einen der Demonstrationsteilnehmer – ein wichtiges Symbol der Revolution war in der Welt. Und die Bürger von Plauen forderten schon am 7. Oktober hellsichtig die Wiedervereinigung.


Rezension / Timo Lüth / 01.12.2009

Andreas H. Apelt: Die Opposition in der DDR und die deutsche Frage 1989/90

Berlin: Ch. Links Verlag 2009 (Forschungen zur DDR-Gesellschaft); 344 S.; 34,90 €; ISBN 978-3-86153-538-6

Geschichtswiss. Diss. Chemnitz; Gutachter: E. Jesse, B. Neuss, P. Brandt. – Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Rezeption der deutschen Frage durch die DDR-Opposition vor und im Verlauf der Revolution von 1989/90. Apelt fragt, inwieweit die deutsche Einheit auch ein Ziel der Opposition war beziehungsweise ob diese vielmehr an der Eigenstaatlichkeit der DDR und damit an einem neuen Sozialismusexperiment festhielt. 

Rezension / Natalie Wohlleben / 20.05.2009

Ilko-Sascha Kowalczuk: Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR

München: C. H. Beck 2009; 602 S.; geb., 24,90 €; ISBN 978-3-406-58357-5

Das Paradoxon, dass in der DDR bis 1989 eine scheinbare Stabilität und Ruhe herrschte und dann innerhalb weniger Wochen Staat und System zerfielen, erklärt Kowalczuk, Projektleiter in der Forschungsabteilung der Birthler‑Behörde, in einer atmosphärisch dichten Beschreibung der Ereignisse. Das Buch lebt davon, dass dem Historiker Kowalczuk immer wieder auch der Zeitzeuge Kowalczuk die Feder führt. 

Rezension / Stefan Militzer / 21.10.2009

Klaus-Dietmar Henke (Hrsg.): Revolution und Vereinigung 1989/90. Als in Deutschland die Realität die Phantasie überholte

München: Deutscher Taschenbuch Verlag 2009 (dtv premium); 734 S.; kart., 19,90 €; ISBN 978-3-423-24736-8

Einen hervorragenden Sammelband legt der in Dresden lehrende Zeithistoriker Henke vor. Gegenüber anderen Veröffentlichungen zum Jubiläumsjahr zeichnet ihn einerseits die hohe Zahl von 37 Autoren aus, unter ihnen ausgewiesene Fachleute zum Thema, die dem Buch seinen beeindruckenden Umfang verleihen. Andererseits, und dieser Punkt ist entscheidend, hat Henke seine Autoren thematisch ungemein klug ausgewählte Einzelbeiträge schreiben lassen,.

 

Rezension / Natalie Wohlleben / 10.02.2010

Nicole Völtz: Staatsjubiläum und Friedliche Revolution. Planung und Scheitern des 40. Jahrestags der DDR 1989

Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2009 (Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde 31); 311 S.; hardc., 40,- €; ISBN 978-3-86583-306-8

„Seit 1987 beschäftigten die Vorbereitungen für das Republikjubiläum den Staats‑ und Parteiapparat“, schreibt die Autorin. „Jeder sollte aktiv in die Jubiläumsvorbereitungen einbezogen werden. 

 

Rezension / Andreas Eis / 20.01.2009

Michael Funken: Das Jahr der Deutschen. Die glückliche Geschichte von Mauerfall und deutscher Einheit

Zürich: Pendo Verlag 2008 (edition Guido Knopp); 256 S.; geb., 18,- €; ISBN 978-3-86612-189-8

Der Autor stellt in zehn bewegenden Episoden die Vorgeschichte, den Verlauf und die Konsequenzen der friedlichen Revolution als eine Folge von Glücksfällen dar. „Pures Glück also sorgt dafür, dass in den entscheidenden Momenten die richtigen Menschen zur Stelle sind – und sich gegen ihre Rollenerwartung verhalten.“ 

 

Rezension / Sebastian Lasch / 05.05.2009

Ehrhart Neubert: Unsere Revolution. Die Geschichte der Jahre 1989/90

München/Zürich: Piper 2008; 520 S.; geb., 24,90 €; ISBN 978-3-492-05155-2

In diesem Buch werden die Wendejahre 1989/90 aus doppelter Perspektive beschrieben. Neubert selbst war in der Oppositionsbewegung der DDR engagiert und ein wesentlicher Akteur der Revolution, nach der Wende begann er damit, sich wissenschaftlich mit der DDR und ihrem Ende zu befassen. Die Verbindung dieser beiden Perspektiven, des Beteiligten und des Beobachters, gelingt Neubert außerordentlich gut und macht den besonderen Reiz dieses Buches aus. 

 

Rezension / Natalie Wohlleben / 01.01.2006

Christoph Links / Sybille Nitsche / Antje Taffelt: Das wunderbare Jahr der Anarchie. Von der Kraft des zivilen Ungehorsams 1989/90

Berlin: Ch. Links Verlag 2004; 239 S.; pb., 14,90 €; ISBN 3-86153-333-2

Der Zustand der Herrschafts- und Gesetzlosigkeit sei den Deutschen eher suspekt, schreiben die Herausgeber. Nur die Zeit des Umbruchs in der DDR, vom Herbst 1989 bis zum 3. Oktober 1990, in der sich die Bürger im zivilen Ungehorsam übten, Geheimdienstzentralen besetzten und Bürgermeister entmachteten, bilde eine Ausnahme. Diese Zeit werde noch heute von vielen Menschen in den fünf neuen Bundesländern als die aufregendste ihres Lebens beschrieben. 

Rezension / Stefan Göhlert / 01.01.2006

Hermann-Josef Rupieper (Hrsg.): Die friedliche Revolution 1989/90 in Sachsen-Anhalt

Halle (Saale): mdv Mitteldeutscher Verlag 2004; 207 S.; 2., verb. Aufl.; brosch., 13,- €; ISBN 3-89812-052-X

Die Beiträge gehen auf eine Tagung zurück, die im Sommer 1999 an der Universität Halle-Wittenberg durchgeführt wurde und sich auf lokaler Ebene mit der Analyse des Zerfalls der DDR und der Revolution im Herbst 1989 beschäftigte. Im Zentrum der Texte stehen die oppositionellen Gruppen in den ehemaligen Bezirken der DDR Magdeburg und Halle. 

 

Rezension / Natalie Wohlleben / 01.01.2006

Vera Lengsfeld: Von nun an ging's bergauf ... Mein Weg zur Freiheit

München: Langen Müller 2002; 392 S.; 19,90 €; ISBN 3-7844-2857-6

Es gibt (Auto-)Biografien, die für eine ganze Generation, für ein ganzes Land stehen, obwohl und gerade weil sie ungewöhnlich sind. Dies trifft auf den Lebensweg der CDU-Politikerin Lengsfeld zu, die unter dem Namen Wollenberger eine bekannte DDR-Bürgerrechtlerin war. 

Rezension / Thomas Mirbach / 01.01.2006

Uta Stolle: Der Aufstand der Bürger. Wie 1989 die Nachkriegszeit in Deutschland zu Ende ging. Mit einem Vorwort von Joachim Gauck

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2001 (Extremismus und Demokratie 1); 318 S.; brosch., 35,28 €; ISBN 3-7890-7063-7

Die Interpretation, derzufolge der Zusammenbruch der DDR als Ergebnis eines kollektiven, aktiven Freiheitswillens ‑ der ersten friedlichen Revolution auf deutschem Boden ‑ anzusehen sei, hat die Zeit der Wende nicht lange überlebt. 

Rezension / Christiane J. Fröhlich / 01.01.2006

Thomas Schuhbauer: Umbruch im Fernsehen, Fernsehen im Umbruch - Die Rolle des DDR-Fernsehens in der Revolution und im Prozess der deutschen Vereinigung 1989-1990 am Beispiel des Jugendmagazins "Elf 99"

Berlin: Logos Verlag 2001; 369 S.; 46,- €; ISBN 3-89722-658-8

Philosophische Diss. FU Berlin; Gutachter: W. Wippermann, B. Sösemann. - Schuhbauer untersucht, inwieweit das deutsche Fernsehen „auslösend, beschleunigend, verstärkend" (9) im Umbruch von 1989/90 war. Dabei unterscheidet er zwischen einer Beeinflussung des Fernsehens als Medium und als Apparat: auf der einen Seite steht der politische Wandel im Fernsehen, auf der anderen „die Rolle des Fernsehens beim Entstehen und der Entwicklung dieses Umbruchs" (10). 

Rezension / Sabine Steppat / 01.01.2006

Patrik von zur Mühlen: Aufbruch und Umbruch in der DDR. Bürgerbewegungen, kritische Öffentlichkeit und Niedergang der SED-Herrschaft

Bonn: Verlag J. H. W. Dietz Nachfolger 2000 (Politik- und Gesellschaftsgeschichte 56); 303 S.; hardc., 22,50 €; ISBN 3-8012-4111-4

Diese vom Historischen Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung herausgegebene Studie bietet einen Überblick über "Basisgruppen und Bürgerbewegungen in den achtziger Jahren [...], die sich für die Problembereiche Frieden, Abrüstung, Ökologie, Dritte Welt, Frauenfragen, Rand- und Problemgruppen und schließlich - als Synthese aller dieser Themenbereiche - Menschenrechte und Demokratie einsetzten. 

 

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