Skip to main content
Hans J. Gießmann / Kurt P. Tudyka (Hrsg.)

Dem Frieden dienen. Zum Gedenken an Dieter S. Lutz. Mit einem Geleitwort von Bundespräsident Johannes Rau

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2004 (Demokratie, Sicherheit, Frieden 156); 429 S.; brosch., 69,- €; ISBN 3-8329-0702-5
Das vielfältige Engagement des 2003 verstorbenen Friedensforschers sowie seine umfassenden Forschungen zu Themenfeldern wie europäische Sicherheit, globale Risiken, Demokratie und Weltinnenpolitik, aber auch Frieden durch Recht und Friedenspolitik spiegeln sich in den Aufsätzen wider. Sie gehen zum Teil auf Beiträge zur Jahrestagung 2003 der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) zurück, deren Vorsitzender Lutz war. Dass sowohl von Forschern und Weggefährten als auch von Praktikern und Politikern Beiträge beigesteuert wurden, zeigt darüber hinaus, was Lutz stets wichtig war: „Wie kaum einem anderen war es ihm in den Jahren zuvor gelungen, die herkömmliche Distanz zwischen den Milieus der Friedensforschung und der Sicherheitspolitik zu verringern“ (13). Aus dem Inhalt: Europäische Sicherheit: Bilanz und Perspektiven Egon Bahr: Krieg und Frieden (19-26) Bernhard Gertz: Der Staatsbürger in Uniform in der Europäischen Friedens- und Sicherheitsordnung (27-36) Ján Kubiš: OSCE in European Co-operation and Security Policy (37-46) Christa Randzio-Plath: Friedensmacht Europa (47-54) Adam Daniel Rotfeld: The Future of Transatlantic Relations (55-65) Werner Ruf: Europa auf dem Weg zur konstitutionellen Militärmacht? (66-81) Dieter Senghaas: War der Kalte Krieg ein Krieg? Realitäten, Phantasien, Paradoxien (82-101) Wolfgang Zellner: Asymmetrische Sicherheit in Europa und die Aufgaben der OSZE (102-115) Globale Risiken Sabine Jaberg: Das Imperium als Selbstinszenierung (119-133) Karlheinz Koppe: Ein Rückblick auf zwanzig Jahre gesellschaftlichen Niedergang (134-146) Heinz Loquai: Medien als Weichensteller zum Krieg (147-163) Reinhard Mutz: Krieg als Mittel der Politik (164-173) Ekkehart Krippendorff: Krieg als Mittel der Politik. Für mehr ethischen Fundamentalismus in der Friedensforschung (174-178) Bruno Schoch: Krieg als Mittel der Politik. Neue Herausforderungen brauchen neue Antworten (179-187) Götz Neuneck: Armageddon Revisited: Globale Risiken, Naturwissenschaft und Friedensforschung (188-203) Demokratie und Weltinnenpolitik Ernst-Otto Czempiel: Die Eine Welt ordnen (207-213) Hans-Peter Dürr: Demokratie und Nachhaltigkeit (214-221) Harald Müller: Was nützt uns die Theorie des demokratischen Friedens in unserer multikulturellen Gesellschaft? (222-233) Michael Otto: Wirtschaft und Globalisierung: Herausforderung und Verantwortung (234-243) Wilfried Röhrich: Globalisierung und nationale Souveränität (244-257) Kurt P. Tudyka: Auf der Suche nach dem „Westen“ (258-275) Heidemarie Wieczorek-Zeul: Entwicklungspolitik als angewandte Weltinnenpolitik - Plädoyer für die global nachhaltige Entwicklung als Leitbild einer kooperativen Weltinnenpolitik (276-289) Frieden durch Recht Detlef Bald: Die Atomwaffenpolitik oder: Der Lange Weg zur völkerrechtlichen Einhegung des Einsatzrechts (293-299) Hans J. Gießmann: Das Gewaltverbot stärken (300-317) Hans-Joachim Heintze: Der „war on terrorism“ und das Völkerrecht (318-331) Knut Ipsen: Stärke des Rechts oder Recht des Stärkeren? (332-340) Erwin Müller / Patricia Schneider: Optimierte Modelle internationaler (Schieds-)Gerichtsbarkeit (341-352) Volker Schwarz: Rechtskultur als Wesensmerkmal des „alten Europa“ (353-355) Friedensforschung und Friedenspolitik Edelgard Bulmahn: Frieden stiften! (359-365) Jürgen Lüthje / Hartwig Spitzer: Vom Reden zum Tun: Naturwissenschaft und Friedensforschung in der Universität Hamburg (366-370) Volker Rittberger: Herausforderungen für die Friedensforschung zu Beginn des 21. Jahrhunderts - aus sozialwissenschaftlicher Perspektive (371-380) Hajo Schmidt: Friedensfähigkeit - Über ein Basistheorem der Friedenswissenschaft (381-395) Friedrich Schorlemmer: Steht auf für den Frieden! (396-403) Klaus Staeck: Der innere Frieden (404-407) Rainer Tetzlaff: Kriegs- und Zivilisationsverbrechen der Kolonialmächte - ein gerechtfertigter Anspruch auf Wiedergutmachung? Oder: „Was ist interkulturell konsensfähig?“ (408-421) Franciszek Polomski / Krzysztof Ruchniewicz: Präsident des Willy Brandt Zentrums für Deutschland- und Europastudien an der Universität Wroclaw, Prof. Dr. Dr. Dieter S. Lutz (422-426)
Florian Peter Kühn (KÜ)
Dr., M. P. S., wiss. Mitarbeiter, Institut für Internationale Politik, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 4.41 | 4.1 | 4.43 | 4.44 | 4.3 | 3.6 | 2.22 Empfohlene Zitierweise: Florian Peter Kühn, Rezension zu: Hans J. Gießmann / Kurt P. Tudyka (Hrsg.): Dem Frieden dienen. Baden-Baden: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/22153-dem-frieden-dienen_25256, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25256 Rezension drucken