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Christine Schweitzer / Björn Aust / Peter Schlotter (Hrsg.)

Demokratien im Krieg

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2004 (AFK-Friedensschriften 31); 415 S.; brosch., 29,- €; ISBN 3-8329-0754-8
In den letzten Jahren wurde Krieg zunehmend wieder zu einem Instrument der Sicherheitspolitik westlicher Demokratien, wie der Kosovo-Konflikt und der Irak-Krieg 2003 augenfällig zeigten. Wie verhält es sich mit der in Politik und Wissenschaft verbreiteten Annahme der grundsätzlichen Friedfertigkeit von Demokratien in der Realität? Wie werden „demokratische“ Kriege legitimiert? Was bedeuten sie für die internationalen Beziehungen, die betroffenen Konfliktgebiete, aber auch die demokratische Gesellschaft der Krieg führenden Länder selbst? Die Autoren greifen diese Fragen aus unterschiedlichen theoretischen Blickwinkeln auf und kommen zu dem Ergebnis, dass die Theorie des Demokratischen Friedens einer weitgehenden Revision bedarf. Aus dem Inhalt: Björn Aust / Peter Schlotter / Christine Schweitzer: Demokratien im Krieg - Kriegerische Demokratien: Zur Einführung (9-32) Demokratien und Krieg Harald Müller: Demokratien im Krieg - Antinomien des demokratischen Friedens (35-52) Christopher Daase: Demokratischer Frieden - Demokratischer Krieg: Drei Gründe für die Unfriedlichkeit von Demokratien (53-71) Sven Chojnacki: Demokratien und Krieg: Das Konfliktverhalten demokratischer Staaten im internationalen System, 1946-2001 (72-106) Legitimationsmuster Wolfram Wette: Saddam Hussein als Wiedergänger Hitlers? NS-Vergleiche in der Kriegspropaganda von Demokratien (109-126) Werner Ruf: Wir und die Anderen: Demokratischer Anspruch und hegemoniale Arroganz (127-144) Petra Weyland: Zur Konstruktion eines Feindes: Der Fall Islam (145-160) Susanne Kassel: Krieg im Namen der Frauenrechte? Der Beitrag der Medien zur Konstruktion einer Legitimationsfigur (161-179) Jutta Koch: Zur Kriegspolitik einer unvergleichlichen Nation oder (Ab-)Gründe der Entscheidung zum Irak-Krieg (180-200) Instrumente und Methoden Christian Mölling: Mittel und Methoden der Kriegführung demokratischer Staaten (203-224) Martin Kahl: Rüstungsinnovation, Computertechnologie und Kriegführungsstrategie (225-246) Elvira Claßen: Strategische Informationen im Krieg (247-272) Auswirkungen Bernd Greiner: Krieg und Zivilgesellschaft in den USA - Erblasten des 20. Jahrhunderts (275-296) Albrecht Funk: „Rallying behind the Wartime Presidency“? - Die innenpolitischen Konfliktlinien des „War on Terrorism” in den USA (297-313) Martin Herrnkind: Risikogesellschaft, Polizeihandeln und der 11. September (314-336) Uta Klein: Heldenkonstruktionen und Geschlechterdemokratie am Beispiel Israel (337-359) Sabine Kurtenbach: Demokratie und Krieg - Kolumbien und die Folgen des 11. September (360-381) Dokumentation Ulrich Schneckener: Politiken der Anerkennung. Modell zur Konfliktregulierung in ethnisch pluralen Gesellschaften (385-404)
Markus Kaim (MK)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
Rubrizierung: 4.2 | 4.41 | 2.64 | 2.65 | 2.2 | 2.27 Empfohlene Zitierweise: Markus Kaim, Rezension zu: Christine Schweitzer / Björn Aust / Peter Schlotter (Hrsg.): Demokratien im Krieg Baden-Baden: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/22462-demokratien-im-krieg_25630, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25630 Rezension drucken