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Ulrich Albrecht / Ulrike Beisiegel / Reiner Braun / Werner Buckel (Hrsg.)

Der Griff nach dem atomaren Feuer

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1997; 248 S.; 2., überarb. Aufl.; geb., 48,- DM; ISBN 3-631-32244-5
Die Autoren, in der Mehrzahl Naturwissenschaftler, sehen sich und ihre Argumente gegen Nuklearwaffen in der Tradition der Göttinger Erklärung von 1957. Die moralisch-ethische Fragwürdigkeit einer die gesamte Welt bedrohenden Waffe bildet die Basis der Ausführungen. Dabei ist die Selbstkritik auch nicht zu übersehen, denn immerhin sind es Wissenschaftler, die die nukleare Waffenentwicklung vorantreiben. Das Vorwort Gorbatschows weist in die politische Dimension hinein, die allerdings gerade im Sinne der von den Wissenschaftlern geforderten moralisch-ethischen Verantwortung kritisch zu sehen ist. Inhalt: Michail Gorbatschow: An die Leser (7-8); Hans-Peter Dürr / Annegret Falter: Hiroshima – der Sündenfall (9-19); Philip Morrison: Wenn die Bombe außer Kontrolle gerät (21-31); Naomi Shono: Hiroshima – das Ereignis (33-34); Ulrich Albrecht: Die sowjetische Bombe – der deutsche Beitrag (35-45); Rudolf Fleischmann: Erinnerungen eines "Zeitzeugen" (47-50); Mark Walker: Das Uran-Projekt: Handlung, Intention und die deutsche Atombombe (51-57); Ruth Stanley: Des Kaisers neue Kleider: Der deutsche Beitrag zu den Anfängen der Nuklearforschung in Argentinien (59-83); Roland Kollert: Zivile Atomenergie – ein trojanisches Pferd. Verborgene Ziele des Atomwaffensperrvertrages und der deutschen Atomenergiepolitik (85-95); Wolfgang Liebert / Martin Kalinowski / Egbert Kankeleit: Bemerkungen zum zivil–militärischen Januskopf der Nukleartechnologie (97-108); Wolfgang Liebert: Deutsche Verantwortung für einen Weg in die atomwaffenfreie Welt (109-119); Dieter von Ehrenstein: Das Danaergeschenk der "friedlichen" Nutzung (121-130); Joseph Rotblat: Eine atomwaffenfreie Welt: Eine Phantasievorstellung oder Wirklichkeit? (131-149); Ei-iti Sugie: Ist eine atomwaffenfreie Welt nach fünfzig Jahren Atomzeitalter realisierbar? (151-160); Ulrike Beisiegel: Im Widerstand gegen die atomare Bedrohung (161-162); Linus Pauling: Eine Welt, in der jeder Mensch ein angenehmes Leben führen kann (163); Joseph Rotblat: Das vielschichtige soziale Gewissen der Wissenschaftler (165-174); Vil Mirzajanow: Ist der Konflikt zwischen der Gesellschaft und dem Wissenschaftler unvermeidlich, wenn er sich in seiner schöpferischen Tätigkeit von den Normen der allgemein menschlichen Moral abstrahiert? (175-186); Jürgen Schneider: "Zur Verantwortung für den Frieden" (187-194); Naomi Shono: Was können wir für den Frieden tun? (195-198); Bernhard J. Gonsior: Zur strukturellen Verantwortungslosigkeit von Wissenschaft (199-213); Wolfgang Hirschwald: "Das Problem der strukturellen Verantwortungslosigkeit - aus naturwissenschaftlicher Sicht" (215-222); Annegret Falter: Öffentliches Engagement von Wissenschaftlern in unserer Zeit (223-231); Carl Friedrich von Weizsäcker: Persönliche Erinnerungen an die Entstehung und die Frühzeit der VDW (Vereinigung Deutscher Wissenschaftler) (233-239); Carl Friedrich von Weizsäcker: Göttinger Erklärung der 18 Atomwissenschaftler (241-242).
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 4.41 | 4.2 Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Ulrich Albrecht / Ulrike Beisiegel / Reiner Braun / Werner Buckel (Hrsg.): Der Griff nach dem atomaren Feuer Frankfurt a. M. u. a.: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/4561-der-griff-nach-dem-atomaren-feuer_6407, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 6407 Rezension drucken