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Christian Neef

Der Kaukasus. Rußlands offene Wunde

Berlin: Aufbau Taschenbuch Verlag 1997; 127 S.; 12,- DM; ISBN 3-7466-8503-6
Neef war von 1991 bis 1996 Korrespondent des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" in Moskau. In dieser Zeit unternahm er zahlreiche Reisen in den Kaukasus. Die Gespräche, die er dort mit Politikern, Angehörigen der russischen Armee und den tschetschenischen Rebellen führte, bilden den Hintergrund für diesen Essay über den Kaukasus. Der Autor betrachtet den Krieg in Tschetschenien nicht isoliert, sondern stellt den Zusammenhang zu Konflikten im Kaukasus und innerhalb der russischen Führung her. Bei der Analyse potentieller weiterer Auseinandersetzungen zwischen den zahlreichen Völkern in der Kaukasus-Region verweist Neef auch auf historische Belastungen aufgrund der Kaukasuspolitik der Zaren und der Sowjetunion. Die Prognose des Autors über die weitere Entwicklung im Kaukasus ist düster: Er hält die Situation in Tschetschenien keineswegs für stabil und befürchtet darüber hinaus das Aufflammen weiterer Auseinandersetzungen. Inhalt: Gesperrter Kaukasus; Zeitbombe Dagestan; Flickenteppich Nordkaukasus; Die russische Öffentlichkeit und das Kaukasussyndrom; Testfall Tschetschenien; Gottesstaat am Kaukasus?; Transkaukasische Wechselbäder; Politiker zwischen Berufung und Profession; Die neue Definition von Macht; Der Westen und die Politik der "Nichtausgrenzung".
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 2.62 | 4.41 Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Christian Neef: Der Kaukasus. Berlin: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/2196-der-kaukasus_2673, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 2673 Rezension drucken