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Rolf Walter (Hrsg.)

Geschichte der Arbeitsmärkte

Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2009 (Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Beihefte 199); 421 S.; 78,- €; ISBN 978-3-515-09230-2
Formen und Bedeutung von Erwerbsarbeit sind Gegenstand unterschiedlicher Disziplinen. Während Wirtschaftswissenschaften – ausgehend von der Figur des homo oeconomicus – typischerweise Angebots- und Nachfragerelationen zur Erklärung des Arbeitsmarktgeschehens heranziehen, heben Sozialwissenschaften Interessenkonstellationen und soziale Normen hervor. Wirtschafts- und Sozialgeschichtler wiederum sind an der historischen Variabilität von Arbeit auch jenseits ökonomischer Faktoren interessiert. Die Beiträge der 2007 in Wien durchgeführten 22. Arbeitstagung der Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte belegen dieses breitere, kulturelle und institutionelle Faktoren berücksichtigende Verständnis der Entwicklung von Arbeit. Vielfach an österreichischen Beispielen diskutieren die Autoren sowohl historische Beispiele vormoderner Arbeitsmärkte aus dem 16. bis zum 18. Jahrhundert als auch aktuelle Fragestellungen wie die des Normalarbeitsverhältnisses und der Sozialpartnerschaft. Die Hauptreferate werden jeweils von Korreferaten kommentiert.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.22 | 2.262 | 2.4 | 2.311 | 2.331 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Rolf Walter (Hrsg.): Geschichte der Arbeitsmärkte Stuttgart: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/31129-geschichte-der-arbeitsmaerkte_37020, veröffentlicht am 15.09.2009. Buch-Nr.: 37020 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken