Johannes Heil / Rainer Erb (Hrsg.)

Geschichtswissenschaft und Öffentlichkeit. Der Streit um Daniel J. Goldhagen

Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 1998 (Die Zeit des Nationalsozialismus); 349 S.; 26,90 DM; ISBN 3-596-14065-X
In 18 Beiträgen untersuchen WissenschaftlerInnen aus Deutschland, Israel und den USA die Debatte um Daniel J. Goldhagens Buch "Hitlers willige Vollstrecker". Nicht nur dessen Thesen, sondern auch ihre unterschiedliche Rezeption in Wissenschaft und Öffentlichkeit wird kontrovers diskutiert. Inhalt: Johannes Heil / Rainer Erb: Klage und Analyse im Widerstreit. Eine Einführung (16-24). Ein Buch und seine Thesen: Raul Hilberg: Das Goldhagen-Phänomen (27-37); Ruth Bettina Birn / Volker Rieß: Nachgelesen. Goldhagen und seine Quellen (38-62); Olaf Blaschke: Die Elimination wissenschaftlicher Unterscheidungsfähigkeit. Goldhagens Begriff des "eliminatorischen Antisemitismus" - eine Überprüfung (63-90). Goldhagen und die Historiker: Christof Dipper: Warum werden deutsche Historiker nicht gelesen? Anmerkungen zur Goldhagen-Debatte (93-109); Bernd-A. Rusinek: Die Kritiker-Falle: Wie man in Verdacht geraten kann. Goldhagen und der Funktionalismus (110-130); Werner Bergmann: Im falschen System. Die Goldhagen-Debatte in Wissenschaft und Öffentlichkeit (131-147); Uffa Jensen: Ein Ritterschlag zum Lehrmeister? Die Apotheose des Daniel J. Goldhagen in der Laudatio von Jürgen Habermas (148-163). Ein Buch und sein Publikum: Habbo Knoch: Im Bann der Bilder. Goldhagens virtuelle Täter und die deutsche Öffentlichkeit (167-183); Steven E. Aschheim: Archetypen und der deutsch-jüdische Dialog. Erwägungen zur Goldhagen-Kontroverse (184-201); Jane Caplan: Die Goldhagen-Rezeption in den USA. Zusammenhänge und Hypothesen (202-217); Juliane Wetzel: Die Goldhagen-Rezeption in den Niederlanden, in Frankreich und Italien (218-234); Thomas Haury: "Goldhagen gegen rechts verteidigen und von links kritisieren". Die deutsche Linke in der Goldhagen-Debatte (235-258). Goldhagen im Kontext: Marianne Kröger: "Meine Geschichte - deine Geschichte". Oder: Das Verfügen über Geschichte und ihre Deutung (261-278); Hans-Ernst Mittig: Künstler in Schuldgefühlen. "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" (279-294); Angelika Königseder: Streitkulturen und Gefühlslagen. Die Goldhagen-Debatte und der Streit um die Wehrmachtsausstellung (295-311); Alexandra Przyrembel: Die Tagebücher Victor Klemperers und ihre Wirkung in der deutschen Öffentlichkeit (312-327); Harald Schmid: Vagabundierende Normalisierung. Gedanken zur politischen Historisierung des Nationalsozialismus (328-343).
Claudia Bruns (CB)
Dr., Historikerin.
Rubrizierung: 2.35 | 2.23 | 2.312 Empfohlene Zitierweise: Claudia Bruns, Rezension zu: Johannes Heil / Rainer Erb (Hrsg.): Geschichtswissenschaft und Öffentlichkeit. Frankfurt a. M.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/5686-geschichtswissenschaft-und-oeffentlichkeit_7401, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 7401 Rezension drucken

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