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Dirk Bronger / Marcus Strelow

Manila - Bangkok - Seoul. Regionalentwicklung und Raumwirtschaftspolitik in den Philippinen, Thailand und Südkorea

Hamburg: Institut für Asienkunde 1996 (Mitteilungen des Instituts für Asienkunde 272); 473 S.; 68,- DM; ISBN 3-88910-178-X
Versteht man Entwicklung als Partizipation eines wachsenden Anteils der Bevölkerung am materiellen, sozialen und kulturellen Wohlstand, so folgt, daß eine makroökonomische Betrachtungsweise nicht ausreicht. Vielmehr wird es notwendig, meso- und mikroökonomische Blickwinkel einzubeziehen, d. h. zu fragen, wie sich eine Entwicklung regional differenziert darstellt. Am Beispiel der Philippinen, Thailands und Südkoreas, die sich trotz vergleichbarer Ausgangspositionen um 1960 unterschiedlich entwickelt haben, untersuchen die Autoren, inwieweit die Bewohner der Einzelregionen gleichermaßen an der Gesamtentwicklung partizipieren konnten, wobei ihre besondere Aufmerksamkeit dem Zentrum-Peripherie-Gefälle zukommt. Sie kommen zu dem Ergebnis, daß einzig Südkorea den Zielkonflikt zwischen Metropolisierung und Dezentralisierung überwinden konnte, dagegen begünstigte in den beiden anderen Staaten "die staatliche Wirtschaftspolitik die Herausbildung eines 'peripher-kapitalistischen' Wachstumsmusters" (298).
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.68 | 4.44 | 2.262 | 2.21 Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Dirk Bronger / Marcus Strelow: Manila - Bangkok - Seoul. Hamburg: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/3202-manila---bangkok---seoul_4196, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 4196 Rezension drucken