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Matteo Galli / Heinz-Peter Preusser (Hrsg.)

Mythos Terrorismus. Vom Deutschen Herbst zum 11. September. Redaktion: Udo Franke-Penski

Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2006 (Jahrbuch Literatur und Politik 1); 219 S.; geb., 34,- €; ISBN 978-3-8253-5047-5
Angesichts der angeblichen Dominanz politikwissenschaftlicher Literatur zum Terrorismus widmen sich die Autoren diesem Thema aus literaturwissenschaftlicher, psychologischer, medienwissenschaftlicher, kunstgeschichtlicher und soziologischer Perspektive. Das verbindende Moment aller Beiträge besteht im Versuch, „das Phänomen des Terrorismus und seiner ikonischen und diskursiven Repräsentation zu beleuchten und damit in seiner Polykontextualität zur Geltung zu bringen“ (11). Zeitlich soll dabei der Bogen geschlagen werden von den „genuin (west-) deutschen Erfahrungen mit dem Herbst 1977 […] bis zur gegenwärtigen Globalisierung des Terrors“ (10). Inhaltlich sind die Beiträge in vier Teile gegliedert, deren erster nach dem dialektischen Prozess einer Terroristenkarriere zwischen Täterbiografie und Sozialumfeld fragt. Die Beiträge des zweiten Teils kreisen um das Thema der medialen (Re-)Präsentation des Terrors und stellen einen Bezug zur titelgebenden Charakterisierung des Terrors als Mythos her. Im dritten Teil geht es um die literarische Verarbeitung des Terrorismus, während im vierten die Auseinandersetzung der bildenden Kunst mit dem Terrorismus im Vordergrund steht.
Florian Weber (FW)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.25 | 2.22 | 2.37 | 2.333 | 2.35 | 2.64 | 2.23 Empfohlene Zitierweise: Florian Weber, Rezension zu: Matteo Galli / Heinz-Peter Preusser (Hrsg.): Mythos Terrorismus. Heidelberg: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/24959-mythos-terrorismus_28854, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28854 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken