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Hans-Dieter Kübler

Mythos Wissensgesellschaft. Gesellschaftlicher Wandel zwischen Information, Medien und Wissen. Eine Einführung

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2005; 220 S.; brosch., 17,90 €; ISBN 3-531-14484-7
Der Medien- und Kulturwissenschaftler Kübler versucht eine Reihe von vermeintlichen Paradigmen zur Beschreibung des gegenwärtigen sozialen Wandels zu dekonstruieren. In der „zeitgenössischen ‚Unübersichtlichkeit’“ (11) habe sich unter den Schlagwörtern der Dienstleistungs-, Risiko-, Erlebnis-Gesellschaft etc. vor allem das Paradigma der „Informations-“ und „Wissensgesellschaft“ im öffentlichen und mitunter auch im wissenschaftlichen Diskurs durchgesetzt, ohne dass eine echte „kritische Verständigung“ oder gar eine „empirische Verifikation“ (7) bisher stattgefunden habe. Eine empirische Überprüfung der Konzepte übersteigt leider auch den Umfang dieser Einführung. Kübler versteht seinen Band als theoretischen Beitrag zur diskursiven Sondierung entpolitisierter und teils inhaltsleerer Begriffe, die „allenfalls eine sich allmählich füllende utopische Vision“ (194) darstellen.
Andreas Eis (AE)
Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
Rubrizierung: 2.35 | 2.2 Empfohlene Zitierweise: Andreas Eis, Rezension zu: Hans-Dieter Kübler: Mythos Wissensgesellschaft. Wiesbaden: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/23248-mythos-wissensgesellschaft_26635, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 26635 Rezension drucken