Patrick Donges (Hrsg.)

Politische Kommunikation in der Schweiz

Bern/Stuttgart/Wien: Verlag Paul Haupt 2005; 221 S.; kart., 27,50 €; ISBN 3-258-06765-1
Auch heute noch seien die Bindungen zwischen Politik und Medien in der Schweiz enger als in vergleichbaren Ländern, schreibt der Herausgeber. Einzelne Pressetitel wiesen starke Affinitäten zu einer Partei auf, der öffentliche Rundfunk rekrutiere sein Management aus der Spitze der Bundesverwaltung. Zudem sei die politische Kommunikation von der Mehrsprachigkeit des Landes und damit einhergehend von sehr unterschiedlichen Medienkulturen geprägt, außerdem von der Nicht-Zugehörigkeit zur EU – alles in allem handele es sich damit zwar nicht um ein eigenständiges, wohl aber eigensinniges Mediensystem. In den Beiträgen dieses Sammelbandes liegt der Schwerpunkt auf aktuellen Entwicklungen. So seien die Vorzeichen des Öffentlichkeitsgesetzes umgedreht worden, schreibt Donges, künftig sei alles, was nicht ausdrücklich für vertraulich erklärt worden sei, öffentlich. Gegliedert sind die Beiträge in Kapitel über Akteure und Strukturen, Inhalte sowie Prozesse der politischen Kommunikation. Es handelt sich dabei um die überarbeiteten Fassungen von Vorträgen, die im Wintersemester 2003/2004 am IPMZ-Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich gehalten wurden.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.5 | 2.22 | 2.21 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Patrick Donges (Hrsg.): Politische Kommunikation in der Schweiz Bern/Stuttgart/Wien: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/22472-politische-kommunikation-in-der-schweiz_25645, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 25645 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken

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