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Sandro Geis

Rechtsstatus und Einflussmöglichkeiten von Nichtregierungsorganisationen am Beispiel der AWR

Berlin: BWV Berliner Wissenschafts-Verlag GmbH 2004 (Abhandlungen zu Migration und Flüchtlingsfragen 2); 240 S.; kart., 32,- €; ISBN 3-8305-0856-5
Rechtswiss. Diss. Würzburg; Gutachter: M. Wollenschläger, D. Blumenwitz. – Die Untersuchung ist in erster Linie für Juristen interessant. Geis beschäftigt sich mit dem völker- und privatrechtlichen Status von Nicht-regierungsorganisationen am Beispiel der Association for the Study of the World Refugee Problem (AWR). Sie genießt bei den Vereinten Nationen und beim Europarat Konsultativstatus, und Geis spricht ihr deshalb den Status einer „partiellen Völkerrechtsfähigkeit“ zu, nicht jedoch den eines Völkerrechtssubjekts. Detailliert zeichnet er die Struktur und die Ziele der AWR nach und analysiert auf dieser Basis den besonderen Rechtsstatus der Organisation. Anhand einiger ihrer Projekte weist der Autor dann nach, dass die Einflussmöglichkeiten einer Nicht-regierungsorganisation trotz mancher Hoffnungen doch eher beschränkt sind. NROs seien keineswegs ein Gegengewicht zu Staat und Markt. Insbesondere die Tatsache, dass sie oft nicht als homogene Akteure aufträten, schmälere ihre Einflussmöglichkeiten bei internationalen Organisationen.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.3 | 4.1 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Sandro Geis: Rechtsstatus und Einflussmöglichkeiten von Nichtregierungsorganisationen am Beispiel der AWR Berlin: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/14700-rechtsstatus-und-einflussmoeglichkeiten-von-nichtregierungsorganisationen-am-beispiel-der-awr_27094, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 27094 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken