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Ueli Mäder / Elisa Streuli

Reichtum in der Schweiz. Porträts - Fakten - Hintergründe

Zürich: Rotpunktverlag 2002; 224 S.; 19,50 €; ISBN 3-85869-234-4
Die Baseler Soziologen fragen nach der sozialen Verträglichkeit des Reichtums. Die Schweiz sei zwar eines der reichsten Länder der Welt, Einkommen und Vermögen seien aber ungleich verteilt: Die reichsten drei Prozent aller Haushalte besitzen gleich viel Vermögen wie die übrigen 97 Prozent. Damit stelle sich auch die Frage nach Macht, Prestige und Einflussnahme. Den Schwerpunkt der Untersuchung bilden die biografischen Notizen, da die Autoren vor allem mit Hilfe von Interviews herausfinden wollten, "wie Reiche leben, wie sie die Welt und ihre Verantwortung wahrnehmen" (91). Im Ergebnis erhält der Leser zwar einige Eindrücke aus dem Leben der Reichen, irgendwelche wissenschaftlichen Schlussfolgerungen werden aber nicht gezogen. Das Buch endet mit dem Hinweis, dass die "Spenden" der "working poor" (194) an die Reichen untersucht werden müssten - was sicher das wissenschaftlich sinnvollere Thema gewesen wäre. Inhaltsübersicht: 2. Was ist Reichtum?; 3. Aspekte des Reichtums; 4. Ökonomische Grundlagen zur Reichtumsanalyse; 5. Biografische Notizen.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.5 | 2.23 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Ueli Mäder / Elisa Streuli: Reichtum in der Schweiz. Zürich: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/18268-reichtum-in-der-schweiz_21140, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21140 Rezension drucken