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Wolfgang Thierse (Hrsg.)

Religion ist keine Privatsache

Düsseldorf: Patmos Verlag 2000; 343 S.; geb., 39,80 DM; ISBN 3-491-72430-9

Der Band versammelt Überlegungen ausschließlich katholischer Autoren: katholische Sozialdemokraten, katholische Theologen und Sozialethiker. Er stellt somit einen Beitrag zum Dialog zwischen Sozialdemokratie und Katholizismus dar, der nach Ansicht des Bundestagspräsidenten, Thierse, weiter gepflegt werden müsse; denn: "Die Präsenz wertgestaltender Kräfte ist in unserer Gesellschaft nötiger denn je" (13).

Inhalt: Erfahrungen: Benno Haunhorst: Katholizismus und Sozialdemokratie (16-28); Georg Leber: Zwischen den Milieus (29-45); Hans-Jochen Vogel: Von der Konfrontation zur Normalität. Zur Entwicklung des Verhältnisses zwischen Katholiken und Sozialdemokraten (46-56); Burkhard Reichert: Erfahrungen zwischen Bonn, Rom und Berlin (57-71); Heinz Rapp: Ein Katholik in der Programmarbeit der SPD (72-80); Ottmar Schreiner: "Nicht der Markt, sondern der Mensch ist das Maß!" (81-87). Anfragen: Jürgen Werbick: Religion ist keine Privatsache! Theologische Einwände gegen eine politisch allzu bequeme Floskel (90-105); Heiner Ludwig: Zur politischen Dimension von Religion in der katholischen Soziallehre (106-119); Karl Gabriel: Zur gesellschaftlichen Präsenz der Katholiken (120-132); Hans Langendörfer: Tradition und Programm. Was gibt die politische Orientierung über den Alltag hinaus? (133-145); Reinhard Marx / Helge Wulsdorf: Gesellschaftsgestaltung als Aufgabe. Der programmatische Beitrag der SPD aus der Sicht christlicher Sozialethik (146-160); Marianne Heimbach-Steins: Heil der Welt? Sozialethischer Einspruch gegen die "Vermarktung" der Gesellschaft (161-172); Ernst-Wolfgang Böckenförde: Notwendigkeit und Grenzen staatlicher Religionspolitik (173-184); Hellmut Puschmann: "Wo bleibt die Gerechtigkeit?" (185-193); Josef Sayer: Wonach internationale Solidarität verlangt (194-204); Ludger Honnefelder: Grenzziehung durch Ethik. Ethik und Religion angesichts der Herausforderung durch Wissenschaft und Technik (205-212); Daniel Deckers: Freiheit der Kirche. Vom Verschwinden einer Kulturmacht (213-225). Perspektiven: Kurt Beck: Kirchensteuer und mehr (228-239); Franz Müntefering: Offenheit bewahren. Die SPD als Volkspartei und Programmpartei (240-248); Ute Vogt: Freiräume schaffen zur Mitwirkung in der Gesellschaft (249-254); Daniel Bogner: Religion und Politik - Vier Thesen für einen modernen Etatismus (255-265); Wolfgang Tiefensee: Jetzt schon das Land leben, auf das wir hoffen! (266-276); Resi Jaeger: Von der Nächstenliebe zum Humankapital (277-286); Michael Kröselberg: Verbandsarbeit im Wandel (287-292); Christian Bernzen: Familie ist Luxus (293-298); Barbara Hendricks: Steuergerechtigkeit für Familien (299-310); Gottfried Huba: Zukunft der Arbeit (311-323); Peter Glotz: Theologie und Universität. Zur Rolle theologischer Forschung und Lehre an der Universität von heute (324-332); Rudolf Scharping: Zur Friedensverantwortung der Sozialdemokratie (333-340).

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Rubrizierung: 2.35 Empfohlene Zitierweise: Heinz-Werner Höffken, Rezension zu: Wolfgang Thierse (Hrsg.): Religion ist keine Privatsache Düsseldorf: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/12447-religion-ist-keine-privatsache_14878, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 14878 Rezension drucken