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Tatiana Paterna

Volksgesetzgebung. Analyse der Verfassungsdebatte nach der Vereinigung Deutschlands

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1995 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 285); 200 S.; brosch., 65,- DM; ISBN 3-631-48893-9
Politikwiss. Diss. Hamburg. - Die Arbeit liefert eine Bestandsaufnahme der Diskussion um die Einführung plebiszitärer Elemente in das Grundgesetz. Nach einer detaillierten Begriffsklärung werden dazu zunächst die historischen Erfahrungen (Weimarer Republik und Nationalsozialismus) und die seinerzeitige Entscheidung des Parlamentarischen Rates gegen eine Aufnahme von Plebisziten rekapituliert. Anschließend folgt eine Übersicht über die direktdemokratischen Beteiligungsformen und ihre Nutzung in den Bundesländern, wobei die neu geschaffenen Verfassungen der ostdeutschen Länder besondere Berücksichtigung finden. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf den Beratungen der Gemeinsamen Verfassungskommission zum Thema, die bis ins Detail nachgezeichnet werden. In ihrer abschließenden Bewertung des Für und Wider kommt die Autorin zu einem ausgewogenen Fazit: Befürchtungen gegenüber plebiszitären Elementen auf Bundesebene seien vielfach unbegründet, doch dürften auch keine allzu hohen Erwartungen an ihre Einführung geknüpft werden.
Frank Decker (FD)
Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
Rubrizierung: 2.32 | 2.313 | 2.325 | 2.33 Empfohlene Zitierweise: Frank Decker, Rezension zu: Tatiana Paterna: Volksgesetzgebung. Frankfurt a. M. u. a.: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/792-volksgesetzgebung_646, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 646 Rezension drucken