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Thema: Nordkorea – Bedrohung für den Weltfrieden

Nordkoreas Raketenprogramm – Bedrohung oder Bluff?
Erst Lieferungen aus dem Ausland ermöglichen die Aufrüstung

North Koreas ballistic missile North Korea Victory Day 2013 01Den Tag des Sieges im Krieg zur Befreiung des Vaterlandes feierte Nordkorea 2013 mit einer Parade, auf der auch diese Rakete gezeigt wurde. Foto: Stefan Krasowski (Wikimedia Commons)Nordkorea ist heute einer der größten Krisenherde der Welt, wobei vor allem die Anstrengungen auf dem Raketensektor ins Gewicht fallen. An die Stelle sporadischer Starts ist ein massives Abschussprogramm getreten. Zusammen mit der Detonation einer großen nuklearen Sprengladung und Bildern eines Modells, mit dem Nordkorea die Verfügbarkeit von Wasserstoffbomben beanspruchte, kam es zum Test von Flugkörpern, die Nordkorea als Interkontinentalraketen bezeichnete. Hinter dieser Drohkulisse verbirgt sich die reale Situation: wirtschaftliche Schwäche, marode Industrie, Bedeutungslosigkeit bei Hochtechnologie, völlige Armut und Einengung durch wirtschaftliche Sanktionen. Dass Nordkorea trotzdem über ein erfolgreiches Raketenwaffenprogramm verfügen soll, ist erstaunlich, denn auf dem Raketensektor gibt es keine Wunder. Robert H. Schmucker und Markus Schiller legen daher eine technische Analyse der Raketenwaffen vor, um die Frage zu beantworten, ob das Raketenprogramm eine Bedrohung oder nur ein Bluff ist. Es zeigt sich, dass alle Raketen offenkundig aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion und aus China stammen. Dieser Befund macht eine politische Neubewertung der Krise notwendig und zwar sowohl was die reale Bedrohung durch Nordkoreas Raketenwaffen betrifft als auch mit Blick auf die politische Rolle der Regierungen in Moskau und Peking.
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Thema: Demokratie gestalten

Bürger und Beteiligung
Eine Einführung

Buerger und Beteiligung CoverDas Thema Bürgerbeteiligung erfährt seit den 1990er-Jahren einen Aufschwung, den Angelika Vetter und Uwe Remer-Bollow zum Anlass für eine grundsätzliche Einführung in die Thematik Beteiligung und Demokratie nehmen. Sie gehen dabei von einer sehr weiten Begriffsdefinition aus, sodass auch Phänomene wie beispielsweise das Urban Gardening als eine Form der Bürgerbeteiligung angesehen werden. Theoretische Grundlagen werden mit empirischen Erkenntnissen verknüpft sowie die vielfältigen Formen von Beteiligung und Partizipation systematisch dargestellt und im gesellschaftlichen Kontext analysiert.
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Thema: Donald Trump und die Polarisierten Staaten von Amerika

Rassismus, (Gegen-)Macht und Emanzipation im politischen Denken
Zur Dekolonisierung der Internationalen Beziehungen

Ausgehend von dem Eindruck, dass rassistisches Gedankengut in politischer Theorie und Praxis der Gegenwart – nicht nur, aber insbesondere in den Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump – wieder an Bedeutung gewinnt, beleuchtet Hendrik Simon (Goethe-Universität Frankfurt) Secretary Tillerson Attends a Powhiri Welcome Ceremony in Wellington 34742408580US-Außenminister Rex Tillerson wurde im Juni 2017 in Neuseeland mit einer traditionellen Zeremonie begrüßt. Zwar steht der neuseeländische Amtskollege Gerry Brownlee neben dem Gast, dennoch lässt die freundliche Geste nicht das Bild einer Begegnung auf Augenhöhe entstehen. Foto: U.S. Department of State from United States (Wikimedia Commons)aktuelle Debatten zur Dekolonisierung der noch heute zu weiten Teilen US-amerikanisch geprägten politikwissenschaftlichen Teildisziplin der Internationalen Beziehungen (IB). Aufgefächert werden grundlegende Fragestellungen, Diskussionen und Geschichte(n) der Dekolonisierung in den IB, festgemacht an entsprechenden wissenschaftliche Kontroversen und einem Workshop zum Thema an einer der zentralen Institutionen für innovative Forschung in den IB, dem Centre for Advanced International Theory (CAIT) an der University of Sussex in Brighton (UK). Im Mittelpunkt stehen dabei die Thesen von Robert Vitalis, der für sein Buch „White World Order, Black Power Politics: The Birth of American International Relations“ 2016 den Sussex International Theory Prize erhalten hat. Seiner Interpretation nach handelt es sich bei den US-amerikanischen IB um ein elitäres Projekt, das seit seiner Entstehung im Wesentlichen auf die exzeptionelle Position der USA im internationalen System der Mächte ausgerichtet ist.
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Rezension

Zwischen Krise und Aufbruch
Reformversuche der Regierung Renzi

Bei der Lektüre dieses Sammelbandes über die „Ära Renzi“ fragt man sich unwillkürlich, ob man schon die Zusammenfassung einer bereits abgeschlossenen, sehr kurzen Periode in der jüngeren Geschichte Italiens liest oder ob die Regierungszeit Matteo Renzis von 2014 bis 2016 nur ein erster Akt war, dem in Zukunft noch weitere folgen. So werden erst die nächsten Jahre (und Jahrzehnte?) zeigen, ob der junge, quirlige Florentiner ebenso wie sein Pendant auf der rechten Seite des politischen Spektrums, Silvio Berlusconi, einen dauerhafteren Einfluss auf die Entwicklung dieses südlichen EU-Landes nehmen kann.

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Die Annotierte Bibliografie


Über diese Suche wird der Zugang zur Annotierten Bibliografie der Politikwissenschaft eröffnet, zu finden sind über 40.000 Kurzrezensionen aus dem Zeitraum von 1996 bis 2016. Erfasst ist damit die politikwissenschaftlich relevante Fachliteratur mit deutscher ISBN. Die erweiterte Suche bietet die Möglichkeit, für die eigene Forschungstätigkeit gezielt zu bibliografieren. Zu zahlreichen  ausgewählten Themen aus verschiedenen Politikbereichen sind außerdem Auswahlbibliografien zusammengestellt.

Thema: Radikalisierung

„Wir lieben den Tod“
Die Wurzeln des Terrors

Olivier Roy befasst sich mit den Motivationen islamistischer Terroristen. Dabei folgt er seinem aus vorangegangenen Publikationen bekannten Argumentationsstrang, der die Bedeutung der Religion oder sozio-ökonomischer Probleme als überbewertet betrachtet und stattdessen auf psychologische Faktoren fokussiert. Für ihn sind islamistische Terrorakte nicht zwangsläufig aus der islamischen Lehre hervorgegangen. Die Täter „werden nicht radikal, weil sie bestimmte Texte falsch verstanden haben oder sie manipuliert wurden: Sie sind radikal, weil sie radikal sein wollen“.
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