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/ 11.06.2013
Timm Beichelt

Demokratische Konsolidierung im postsozialistischen Europa. Die Rolle der politischen Institutionen

Opladen: Leske + Budrich 2001 (Junge Demokratien 6); 365 S.; kart., 30,58 €; ISBN 3-8100-2857-6
Mehr als ein Jahrzehnt nach dem annus mirabilis haben sich die nunmehr post-kommunistischen Staaten Europas unterschiedlich entwickelt und können nur zum Teil auf Transformationserfolge zurückblicken. Auf der Basis der vergleichenden Analyse von 14 betroffenen Staaten, die alle relevanten Subregionen repräsentieren, bemüht sich Beichelt um eine Erklärung des Gefälles bei der demokratischen Konsolidierung der Transformationsstaaten. Sein Augenmerk richtet sich dabei neben kontextuellen Faktoren (...
Timm Beichelt

Demokratische Konsolidierung im postsozialistischen Europa. Die Rolle der politischen Institutionen

Opladen: Leske + Budrich 2001 (Junge Demokratien 6); 365 S.; kart., 30,58 €; ISBN 3-8100-2857-6
Mehr als ein Jahrzehnt nach dem annus mirabilis haben sich die nunmehr post-kommunistischen Staaten Europas unterschiedlich entwickelt und können nur zum Teil auf Transformationserfolge zurückblicken. Auf der Basis der vergleichenden Analyse von 14 betroffenen Staaten, die alle relevanten Subregionen repräsentieren, bemüht sich Beichelt um eine Erklärung des Gefälles bei der demokratischen Konsolidierung der Transformationsstaaten. Sein Augenmerk richtet sich dabei neben kontextuellen Faktoren (wie z. B. dem Modus des Regimewechsels, der internationalen Einbettung und der ethnischen Zusammensetzung) primär auf das Design der politischen Institutionen, namentlich auf die Regierungs- und Parteiensysteme. Im Rahmen des von Beichelt entwickelten Erklärungsmodells kommt diesen Faktoren jedoch eher der Charakter intervenierender Variablen zu. So erweisen sich die politischen Institutionen und vor allem die praktische Umsetzung bestimmter institutioneller Einzelregelungen dann als konsolidierungsförderlich oder -hinderlich, wenn der strukturelle und politische Kontext ambivalent ist. Oftmals werden jedoch die Konsolidierungschancen durch die Kontextfaktoren prä-determiniert, im Fall Russlands und der Ukraine negativ, bei Ungarn und Tschechien hingegen positiv. Beichelts kenntnisreiche, empirisch gesättigte und analytisch anspruchsvolle Arbeit stellt einen wichtigen Beitrag sowohl zur vergleichenden Demokratieforschung als auch zur sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Transformationsprozessen im postkommunistischen Europa dar.
Michael Edinger (ME)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Sonderforschungsbereich 580, Universität Jena (www.uni-jena/svw/powi/sys/edinger.html).
Rubrizierung: 2.22.622.21 Empfohlene Zitierweise: Michael Edinger, Rezension zu: Timm Beichelt: Demokratische Konsolidierung im postsozialistischen Europa. Opladen: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12791-demokratische-konsolidierung-im-postsozialistischen-europa_15321, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 15321 Rezension drucken
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