/ 12.06.2013
Robert W. Connell
Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten. Übersetzt von Christian Stahl. Hrsg. und mit einem Geleitwort versehen von Ursula Müller
Opladen: Leske + Budrich 2000 (Geschlecht und Gesellschaft 8); 304 S.; 2. Aufl.; kart., 18,41 €; ISBN 3-8100-2765-0Das Buch ist die unveränderte deutsche Ausgabe des 1995 in Cambridge unter dem Titel "Masculinities" erschienenen, breit rezipierten und vielleicht schon als Standardwerk zum Thema zu bezeichnenden Buches; das Literaturverzeichnis befindet sich deshalb auf dem Stand bis Mitte der 90er-Jahre. Auf leicht verständliche Weise entwickelt der Autor ein dynamisches und mehrdimensionales (Machtbeziehungen, Produktionsbeziehungen, Emotionale Bindungsstruktur) Modell des sozialen Geschlechts sowie sein of...
Robert W. Connell
Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten. Übersetzt von Christian Stahl. Hrsg. und mit einem Geleitwort versehen von Ursula Müller
Opladen: Leske + Budrich 2000 (Geschlecht und Gesellschaft 8); 304 S.; 2. Aufl.; kart., 18,41 €; ISBN 3-8100-2765-0Das Buch ist die unveränderte deutsche Ausgabe des 1995 in Cambridge unter dem Titel "Masculinities" erschienenen, breit rezipierten und vielleicht schon als Standardwerk zum Thema zu bezeichnenden Buches; das Literaturverzeichnis befindet sich deshalb auf dem Stand bis Mitte der 90er-Jahre. Auf leicht verständliche Weise entwickelt der Autor ein dynamisches und mehrdimensionales (Machtbeziehungen, Produktionsbeziehungen, Emotionale Bindungsstruktur) Modell des sozialen Geschlechts sowie sein oft zitiertes Konzept hegemonialer Männlichkeit, wobei er zusätzlich den Körper als eigene Instanz mit in die Überlegungen einbezieht. Aus politologischer Sicht besonders interessant ist sicherlich das Kapitel "Männlichkeitspolitik"; hier entwickelt er jedoch keinen im engeren Sinne politikwissenschaftlichen Ansatz, sondern versteht darunter "solche Aktivitäten und Auseinandersetzungen [..,] bei denen die Bedeutung des männlichen Geschlechts zum Thema gemacht wird und damit gleichzeitig auch die Position der Männer innerhalb des Geschlechterverhältnisses" (226). Dementsprechend betrachtet er vorwiegend die u. a. von der Schwulenbewegung oder von der Waffenlobby durchgeführten Aktivitäten und Kampagnen sowie die von diesen Gruppierungen angestrebten gesellschaftlichen Veränderungen.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.27
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Robert W. Connell: Der gemachte Mann. Opladen: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13658-der-gemachte-mann_16365, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 16365
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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