/ 12.06.2013
Siegfried Scholze
Der Internationale Frauentag einst und heute. Geschichtlicher Abriß und weltweite Tradition vom Entstehen bis zur Gegenwart
Berlin: trafo verlag dr. wolfgang weist 2001; 253 S.; geb., 20,35 €; ISBN 3-89626-129-0Der Band bietet einen Abriss der Geschichte des Internationalen Frauentages, vom Beschluss zur Einrichtung des Frauentages durch die Delegierten der internationalen sozialistischen Frauenbewegung im Jahr 1910 bis hin zu seiner Gestaltung und Bedeutung nach dem Zusammenbruch der realsozialistischen Regime des "Ostblocks". Untersucht werden zunächst die Wurzeln und Traditionen des Frauentages in der sozialdemokratischen Bewegung des 19. Jahrhunderts sowie die Frage, wer als die Initiator(inn)en se...
Siegfried Scholze
Der Internationale Frauentag einst und heute. Geschichtlicher Abriß und weltweite Tradition vom Entstehen bis zur Gegenwart
Berlin: trafo verlag dr. wolfgang weist 2001; 253 S.; geb., 20,35 €; ISBN 3-89626-129-0Der Band bietet einen Abriss der Geschichte des Internationalen Frauentages, vom Beschluss zur Einrichtung des Frauentages durch die Delegierten der internationalen sozialistischen Frauenbewegung im Jahr 1910 bis hin zu seiner Gestaltung und Bedeutung nach dem Zusammenbruch der realsozialistischen Regime des "Ostblocks". Untersucht werden zunächst die Wurzeln und Traditionen des Frauentages in der sozialdemokratischen Bewegung des 19. Jahrhunderts sowie die Frage, wer als die Initiator(inn)en seiner Einführung anzusehen sind. In den folgenden Kapiteln werden die unterschiedlichen Formen der Durchführung des Frauentages dargestellt und dabei in den jeweiligen zeitgenössischen politischen Kontext eingeordnet. Hier spielt die Unterscheidung von Funktion und Gestaltung des Internationalen Frauentages in Staaten mit sozialistischer Regierungsform beziehungsweise ohne eine solche eine entscheidende Rolle, nicht zuletzt bei der Beurteilung der Bedeutung des Frauentages im Rahmen der internationalen Antikriegsbewegung und der politischen Initiativen zur Entspannung der Systemkonfrontation im Kalten Krieg.
Inhaltsübersicht: Wie es zum Internationalen Frauentag kam; Für das Frauenwahlrecht, gegen den drohenden Krieg (1911-1914); Krieg dem Kriege! (1915-1918); Unter den Bedingungen der Nachkriegszeit (1919-1921); Der Internationale Frauentag fortan am 8. März (1922-1923); Zwischen Nachkriegskämpfen und Weltwirtschaftskrise (1924-1928); Gegen Krisenlasten und faschistische Gefahr (1929-1932); Für Völkerfrieden und Menschenrechte - gegen faschistische Diktatur (1933-1939); Völkermord und Naziherrschaft beenden! (1940-1945); Vom Faschismus befreit (1946-1949); Der Kalte Krieg und der Internationale Frauentag (1950-1961); Für internationale Entspannung und Sicherheit (1962-1971); In aller Welt: Für eine friedliche und glückliche Zukunft (1972-1979); "Wichtiger als alles, was uns trennt: Frieden, Arbeit, Frauenrechte" (1980-1989); Rückschlag und Neubesinnung (1990-2000).
Michael Hein (HN)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
Rubrizierung: 2.27 | 2.36 | 2.31 | 4.41
Empfohlene Zitierweise: Michael Hein, Rezension zu: Siegfried Scholze: Der Internationale Frauentag einst und heute. Berlin: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14104-der-internationale-frauentag-einst-und-heute_16895, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 16895
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
CC-BY-NC-SA