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/ 11.06.2013
Friedrich Wilhelm Korff

Der Philosoph und die Frau. Zur Geschichte einer Mesalliance

Leipzig: Reclam Verlag 2000 (Reclam-Bibliothek 1691); 197 S.; 10,12 €; ISBN 3-379-01691-8
Die einzelnen Kapitel dieses kleinen und amüsanten Buches sind überwiegend vorab in Zeitungen, etwa im Magazin der Frankfurter Allgemeinen, erschienen und huldigen dementsprechend eher der leichteren Muse. Wenn man die Ausführungen des Hannoveraner Philosophen auf einen Nenner bringen sollte, dann könnte es der unausgesprochene Rat sein, sich nicht emotional oder gar durch Heirat mit Philosophen einzulassen. Nach einem griechischen Vorspiel, das sich intensiv mit der Rolle der Homoerotik im Gesc...
Friedrich Wilhelm Korff

Der Philosoph und die Frau. Zur Geschichte einer Mesalliance

Leipzig: Reclam Verlag 2000 (Reclam-Bibliothek 1691); 197 S.; 10,12 €; ISBN 3-379-01691-8
Die einzelnen Kapitel dieses kleinen und amüsanten Buches sind überwiegend vorab in Zeitungen, etwa im Magazin der Frankfurter Allgemeinen, erschienen und huldigen dementsprechend eher der leichteren Muse. Wenn man die Ausführungen des Hannoveraner Philosophen auf einen Nenner bringen sollte, dann könnte es der unausgesprochene Rat sein, sich nicht emotional oder gar durch Heirat mit Philosophen einzulassen. Nach einem griechischen Vorspiel, das sich intensiv mit der Rolle der Homoerotik im Geschlechterverhältnis bei den antiken Philosophen befasst, gilt das Hauptgewicht einigen Philosophen des 18./19. Jahrhunderts, die fast durchweg ein gestörtes Verhältnis zur Frau an sich oder zu konkreten Frauen hatten. Der Band ist locker geschrieben und liest sich ebenso locker weg. Inhalt: Proömium. Die Philosophen und die Frauen (1991); Was unter dem Namen der Liebe Pflicht werden kann. Kant und die Frauen (1986); Aber Glück durch einander. Hegel und die Frauen (1987); Eine Denunziation. Sören Kierkegaard und Regine Olsen (1985); Zähne zeigen! Arthur Schopenhauer und die Weiber (k. A.); "Baal dichtet" oder Identität durch die Tür hindurch. Caroline und F. W. J. Schelling (Originalbeitrag); "Wenn wir durch die weibliche Null dividieren dürften, schiere Unendlichkeit bekämen." Ein fiktiver Brief Arthur Schopenhauers an Johann August Becker, den "Lieblingsjünger" unter seinen Anhängern (1987); Abgrund des Denkens. Zwischenbemerkung des Autors; Ingeborg Bachmanns Falschspiel mit der Liebe (1972); Die Literatur als Feindin der Liebe. F. G. Lorcas Theaterstück 'In seinem Garten liebt Don Perlimplin Belisa' in Wolfgang Fortners Vertonung (1971); Arnold Böcklins Traum vom Fliegen (Vortrag 1996).
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.332.27 Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Friedrich Wilhelm Korff: Der Philosoph und die Frau. Leipzig: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12882-der-philosoph-und-die-frau_15428, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 15428 Rezension drucken
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