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/ 12.06.2013
Viviane Schildein

Der Soziale Dialog - Übertragbarkeit nationaler Sozialpartnerbeziehungen auf die EU?

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2000 (Europäische Hochschulschriften: Reihe II, Rechtswissenschaft 2918); XXIV, 159 S.; brosch., 35,28 €; ISBN 3-631-36655-8
Diss. Jena. - Die Sozialpartner (Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften) sind - wenn auch in unterschiedlichem Maße - mit der Anforderung konfrontiert, sich über ihre nationalen Zuständigkeiten hinaus auf die zunehmende Transnationalisierung wirtschaftlicher Prozesse einzustellen. Das gilt in besonderer Weise im Kontext des europäischen Einigungsprozesses - hier ist schon mit der Einheitlichen Europäischen Akte (1986), dann verstärkt durch die Verträge von Maastricht und Amsterdam das Institut des ...
Viviane Schildein

Der Soziale Dialog - Übertragbarkeit nationaler Sozialpartnerbeziehungen auf die EU?

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2000 (Europäische Hochschulschriften: Reihe II, Rechtswissenschaft 2918); XXIV, 159 S.; brosch., 35,28 €; ISBN 3-631-36655-8
Diss. Jena. - Die Sozialpartner (Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften) sind - wenn auch in unterschiedlichem Maße - mit der Anforderung konfrontiert, sich über ihre nationalen Zuständigkeiten hinaus auf die zunehmende Transnationalisierung wirtschaftlicher Prozesse einzustellen. Das gilt in besonderer Weise im Kontext des europäischen Einigungsprozesses - hier ist schon mit der Einheitlichen Europäischen Akte (1986), dann verstärkt durch die Verträge von Maastricht und Amsterdam das Institut des Sozialen Dialogs eingeführt und kodifiziert worden, das den Sozialpartnern Mitwirkungsmöglichkeiten in der Ausformulierung einer vereinheitlichten europäischen Sozialpolitik (Arbeits-, Sozialrecht) einräumt. Die rechtswissenschaftliche Studie analysiert nach einem knappen historischen Aufriss (7 ff.) - vor allem mit Blick auf die Frage eines EG-Tarifvertrages - Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten des Sozialen Dialogs (27 ff.). Abschließend unternimmt die Verfasserin eine vorsichtige Wertung der gegenwärtigen sozialpolitischen Regelungskompetenzen auf europäischer Ebene gegenüber den nationalen Politikprozessen (155 ff.). Aus dem Inhalt: B. Sozialer Dialog nach Art. 137-139 EG-Vertrag - Historische Grundlagen: 1. Sozialpolitische Bestimmungen im Gründungsvertrag EWG-Vertrag; 2. Gründung des Wirtschafts- und Sozialausschusses (WSA); 3. Entwicklung der Sozialpolitik bis 1992; 4. Die Maastrichter Beschlüsse; 5. Amsterdamer Vertrag 1997; 6. Zukunft des Sozialen Dialogs. C. Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten der Sozialpartner mittels des Sozialen Dialogs: I. Rechtsvorbereitung - Anhörung der Sozialpartner nach Art. 138 Abs. 2 und 3 EG-Vertrag; II. Rechtsdurchführung - Umsetzung von EG-Recht durch die Sozialpartner (Art. 137 Abs. 4 EG-Vertrag); III. Vertragliche Beziehungen und Vereinbarungen nach Art. 139 Abs. 1 EG-Vertrag - eigenes Recht der Sozialpartner; IV. Einschaltung der Sozialpartner bei Schaffung von gemeinschaftsweitem Recht nach Art. 139 Abs. 2 EG-Vertrag.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 3.43.52.223.3 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Viviane Schildein: Der Soziale Dialog - Übertragbarkeit nationaler Sozialpartnerbeziehungen auf die EU? Frankfurt a. M. u. a.: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13809-der-soziale-dialog---uebertragbarkeit-nationaler-sozialpartnerbeziehungen-auf-die-eu_16552, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 16552 Rezension drucken
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