/ 12.06.2013
Michael Howard
Die Erfindung des Friedens. Über den Krieg und die Ordnung der Welt. Aus dem Englischen von Michael Haupt
Lüneburg: zu Klampen Verlag 2001; 111 S.; hardc., 15,24 €; ISBN 3-924245-98-3Der renommierte englische Militärhistoriker erörtert, welche Stellung dem Krieg in der Geschichte der Menschheit seit dem frühen Mittelalter zukam, wie sich die Auffassung von Krieg und Kriegführung im Laufe dieser Geschichte veränderte und welche Rolle dabei das Konzept eines "ewigen" beziehungsweise "universalen Friedens" gespielt hat. Grundlage der essayistisch vorgetragenen Überlegungen ist ein in vier Kapitel gegliederter Abriss der Kriegsgeschichte, nämlich "Priester und Fürsten: 800-1789"...
Michael Howard
Die Erfindung des Friedens. Über den Krieg und die Ordnung der Welt. Aus dem Englischen von Michael Haupt
Lüneburg: zu Klampen Verlag 2001; 111 S.; hardc., 15,24 €; ISBN 3-924245-98-3Der renommierte englische Militärhistoriker erörtert, welche Stellung dem Krieg in der Geschichte der Menschheit seit dem frühen Mittelalter zukam, wie sich die Auffassung von Krieg und Kriegführung im Laufe dieser Geschichte veränderte und welche Rolle dabei das Konzept eines "ewigen" beziehungsweise "universalen Friedens" gespielt hat. Grundlage der essayistisch vorgetragenen Überlegungen ist ein in vier Kapitel gegliederter Abriss der Kriegsgeschichte, nämlich "Priester und Fürsten: 800-1789", "Völker und Nationen: 1789-1918", "Idealisten und Ideologen: 1918-1989" und schließlich "Tomahawks und Kalaschnikows: Anno Domini 2000". Dabei konzentriert sich der Autor darauf, wesentliche oder typische Merkmale des Kriegsgeschehens und der Kriegstechniken innerhalb der von ihm gesetzten Epochengrenzen herauszuarbeiten. Eingebettet wird das in eine Darstellung der jeweiligen politischen, kulturellen, sozialen und ökonomischen Verhältnisse, insofern sie prägend auf die zeitgenössischen Vorstellungen von Krieg und Kriegführung einwirkten. Mit dem Aufkommen der Idee einer auf Dauer gestellten und verbindlichen kodifizierten Friedensordnung im Rahmen der Aufklärungsphilosophie um 1789 entwickelt sich, so zeigt der Autor, allmählich ein sowohl politisch wie ethisch fundiertes Gegenkonzept zum vermeintlich "natürlichen Kriegszustand" der menschlichen Gesellschaftsverhältnisse. Die gedankliche wie praktische Auseinandersetzung über die "moderne Erfindung" des Friedens (9) in diesem konzeptuellen Rahmen stellt der Autor als Leitmotiv der Geschichte während der letzten zwei Jahrhunderte dar. Den gegenwärtigen Stand dieser Entwicklung und die zeitgenössischen Debatten über eine globale Friedensordnung und internationale Friedenssicherungssysteme erörtert er zum Abschluss.
Michael Hein (HN)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
Rubrizierung: 4.41
Empfohlene Zitierweise: Michael Hein, Rezension zu: Michael Howard: Die Erfindung des Friedens. Lüneburg: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13942-die-erfindung-des-friedens_16712, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 16712
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
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