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/ 11.06.2013
Shingo Shimada

Die Erfindung Japans. Kulturelle Wechselwirkung und nationale Identitätskonstruktion

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2000; 242 S.; kart., 29,65 €; ISBN 3-593-36605-3
In diesem Buch werden hauptsächlich die theoretischen Ergebnisse der Habilitationsschrift präsentiert, die der Autor im Jahre 1997 an der Universität Erlangen-Nürnberg einreichte. Der Autor befasst sich in seiner soziologischen Studie mit der "kulturell-diskursive[n] Grenzziehung, die erst durch kulturelle Wechselwirkungen in Gang gesetzt wird" (9). Er vertritt die These, dass "bestimmte Begriffe und Gesellschaftstheorien, die durch verschiedene gesellschaftliche Diskurse wirksam werden, kulture...
Shingo Shimada

Die Erfindung Japans. Kulturelle Wechselwirkung und nationale Identitätskonstruktion

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2000; 242 S.; kart., 29,65 €; ISBN 3-593-36605-3
In diesem Buch werden hauptsächlich die theoretischen Ergebnisse der Habilitationsschrift präsentiert, die der Autor im Jahre 1997 an der Universität Erlangen-Nürnberg einreichte. Der Autor befasst sich in seiner soziologischen Studie mit der "kulturell-diskursive[n] Grenzziehung, die erst durch kulturelle Wechselwirkungen in Gang gesetzt wird" (9). Er vertritt die These, dass "bestimmte Begriffe und Gesellschaftstheorien, die durch verschiedene gesellschaftliche Diskurse wirksam werden, kulturelle ebenso wie soziale Grenzen konstituieren (9). Den Prozess dieser Grenzziehung untersucht er am Beispiel der Konstruktion nationaler Identität in Japan, die eng mit den kulturellen Wechselwirkungen zwischen Japan und Europa zusammenhängt. Inhalt: I. Identitätskonstruktion und Übersetzung: 1. Asymmetrie der Übersetzung; 2. Übersetzte Begriffe und kulturelles Selbstverständnis: der Fall Japan; 3. Wissenssoziologie der kulturellen Wechselwirkungen. II. Gemeinschaft und Gesellschaft: 1. Das Selbstverständnis des Okzidents vor dem historischen Hintergrund des 19. Jahrhunderts; 2. Der japanische Diskurs über das "ie" als Konstitutionsprozess des Eigenen; 3. Zwischen Orientalismus und Okzidentalismus. III. Individuum: 1. Der Diskurs der Individualisierung im Okzident; 2. Die Individualisierung als Ziel - Die Differenz als Grundlage der Moderne in Japan; 3. "Zwischen Mensch und Mensch" - Gibt es eine spezifisch japanische Subjektivität? IV. Religion und Rationalität: 1. Die Entstehung des sozialen Bereichs "Religion" und seine Problematisierung im Okzident des 19. Jahrhunderts; 2. Die Konstitution der Religionen im Modernisierungsprozess Japans; 3. Was ist anders an den japanischen Religionen?; Exkurs: Minakata Kumagusu und das Problem der Kulturübersetzung. V. Staat und Nation: 1. Staat und Nation im Okzident; 2. Der japanische Nationalstaat als Problem des Eigenen; 3. Die Relevanz des Nationkonzeptes in Japan. VI. In/Zwischen: Japan zwischen Orient und Okzident.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.68 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Shingo Shimada: Die Erfindung Japans. Frankfurt a. M./New York: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12628-die-erfindung-japans_15095, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 15095 Rezension drucken
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