/ 12.06.2013
Klaus Ziemer (Hrsg.)
Die Neuorganisation der politischen Gesellschaft. Staatliche Institutionen und intermediäre Instanzen in postkommunistischen Staaten Europas
Berlin: Berlin Verlag Arno Spitz GmbH 2000 (Osteuropaforschung 40); 263 S.; kart., 32,72 €; ISBN 3-8305-0099-8Gute Sammelbände haben den Vorteil, dass sie ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven kurz und präzise beleuchten und Anstöße für eine tiefer gehende Forschung geben. So sind auch die Tagungsergebnisse der Fachgruppe Politikwissenschaft der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde an der Universität Trier 1997 zu bewerten. Nach der Beschäftigung mit der Makroebene der Regierungssysteme in den postkommunistischen Staaten Europas machen die Wissenschaftler "nun die Mesoebene der intermediären...
Klaus Ziemer (Hrsg.)
Die Neuorganisation der politischen Gesellschaft. Staatliche Institutionen und intermediäre Instanzen in postkommunistischen Staaten Europas
Berlin: Berlin Verlag Arno Spitz GmbH 2000 (Osteuropaforschung 40); 263 S.; kart., 32,72 €; ISBN 3-8305-0099-8Gute Sammelbände haben den Vorteil, dass sie ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven kurz und präzise beleuchten und Anstöße für eine tiefer gehende Forschung geben. So sind auch die Tagungsergebnisse der Fachgruppe Politikwissenschaft der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde an der Universität Trier 1997 zu bewerten. Nach der Beschäftigung mit der Makroebene der Regierungssysteme in den postkommunistischen Staaten Europas machen die Wissenschaftler "nun die Mesoebene der intermediären Instanzen zwischen Staat und Gesellschaft zum Gegenstand" (7) ihrer Analyse. Untersucht werden die wesentlichen Elemente des intermediären Systems wie politische Parteien, Austausch der Eliten, zivile Kontrolle des Militärs, Medien, Gewerkschaften und die Rolle der Kirche. Allesamt nehmen diese Bereiche in unterschiedlichem Maße Einfluss auf die Neuorganisation der politischen Gesellschaften im Osten Europas. In dieser Bandbreite des Themas ist das Buch gerade für Studierende hilfreich, um das Forschungsinteresse zu präzisieren.
Inhalt: Dieter Segert: Grundprobleme beim Aufbau einer Zivilgesellschaft in postkommunistischen Staaten (11-36); Georg Brunner: Der neue ordnungspolitische Rahmen des Verhältnisses von Staat und Gesellschaft (37-75); Klaus Ziemer: Die Entwicklung neuer Parteiensysteme (77-100); Otto Luchterhandt: Militär, Polizei und Staatssicherheitsdienste in den heutigen soziopolitischen Systemen Russlands und Polens (101-148); Csilla Machos: Von der "revolutionären Aristokratie" zu den "(neuen) Stellvertretern": Metamorphosen der osteuropäischen Transitionselite (149-184); Maciej Mrozowski: Die Transformation der Massenmedien in den postkommunistischen Ländern: Die polnische Perspektive (185-230); Uwe Optenhögel: Interessenvertretung in der gesellschaftlichen Transformation: Gewerkschaften und Arbeitsbeziehungen in Mittel- und Osteuropa (231-248); Thomas Bremer: Die Rolle der Kirchen im neuen soziopolitischen Kontext (249-261).
Wilhelm Johann Siemers (SIE)
Dipl.-Politologe, Journalist, Redakteur der Sprachlernzeitschrift vitamin de, Florenz.
Rubrizierung: 2.62 | 2.2
Empfohlene Zitierweise: Wilhelm Johann Siemers, Rezension zu: Klaus Ziemer (Hrsg.): Die Neuorganisation der politischen Gesellschaft. Berlin: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13671-die-neuorganisation-der-politischen-gesellschaft_16383, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 16383
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Dipl.-Politologe, Journalist, Redakteur der Sprachlernzeitschrift vitamin de, Florenz.
CC-BY-NC-SA