/ 11.06.2013
Milan Miloševic
Die Parteienlandschaft Serbiens. Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung e. V. Übersetzt von Aleksandra Bajazetov-Vucen
Berlin: Berlin Verlag Arno Spitz GmbH 2000; 109 S.; ISBN 3-8305-0059-9Der Autor gibt zunächst einen Überblick über die politische Landschaft Serbiens: Neben den parlamentarischen werden auch die außerparlamentarischen Parteien sowie die Situation weiterer relevanter Institutionen und Akteure vorgestellt. Zudem erläutert er die häufig wechselnden Koalitionen der letzten zehn Jahre. Zum anderen versucht das Buch eine Antwort auf die Frage zu geben, warum die serbische Opposition der letzten zehn Jahre so wenig Erfolg hatte. Folgende Faktoren spielten dabei eine Roll...
Milan Miloševic
Die Parteienlandschaft Serbiens. Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung e. V. Übersetzt von Aleksandra Bajazetov-Vucen
Berlin: Berlin Verlag Arno Spitz GmbH 2000; 109 S.; kart., 58,- DM; ISBN 3-8305-0059-9Der Autor gibt zunächst einen Überblick über die politische Landschaft Serbiens: Neben den parlamentarischen werden auch die außerparlamentarischen Parteien sowie die Situation weiterer relevanter Institutionen und Akteure vorgestellt. Zudem erläutert er die häufig wechselnden Koalitionen der letzten zehn Jahre. Zum anderen versucht das Buch eine Antwort auf die Frage zu geben, warum die serbische Opposition der letzten zehn Jahre so wenig Erfolg hatte. Folgende Faktoren spielten dabei eine Rolle: Beispielsweise die weit verbreitete und politisch forcierte Auffassung, dass sich alle wichtigen Länder der Welt gegen Serbien verschworen hätten, oder die häufigen Veränderungen von Wahlregeln, die Korruption, die Kontrolle u. a. von Universitäten und Medien sowie die praktisch unmöglich gewordene reguläre Arbeit der politischen Institutionen. Die aktuellen politischen Veränderungen in Serbien sind allerdings nicht mehr in die Darstellung mit eingegangen.
Inhaltsübersicht: A. Der soziale und politische Rahmen: I. der Teufelskreis von Kosovo; II. Drei Sackgassen; III. Die Technik des Herrschens; IV. Die Verödung des gesellschaftlichen Raumes; V. Die Untertanenmentalität - eingeschränkte Wirksamkeit außerparlamentarischer Kampfmethoden; VI. Die Medien; VII. Die Gewerkschaften; VIII. Das NGO-Gesetz und Expertengruppen. B. Das Parteiensystem: I. Relevante und nicht relevante Parteien; II. Der regierende Block; III. Der oppositionelle Block. C. Das Labyrinth der Wahlen: I. Die Präsidentschaft - unerreichbar für die Opposition; II. Die Parlamentswahlen; III. Die regierenden Koalitionen; IV. Nichtformelle und formelle Zusammenarbeit des Regimes und der Opposition; V. Koalitionen oppositioneller Parteien; VI. Anlässe für Streitigkeiten.
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.62 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Milan Miloševic: Die Parteienlandschaft Serbiens. Berlin: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12449-die-parteienlandschaft-serbiens_14881, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 14881
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA