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/ 11.06.2013
Ingrid Mairhuber

Die Regulierung des Geschlechterverhältnisses im Sozialstaat Österreich. Traditionen, Wandel und feministische Umbauoptionen

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2000 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 403); 264 S.; ISBN 3-631-34944-0
Diss. Wien; Gutachter: E. Talós. - Die sozialstaatlichen Regulierungen in Österreich orientieren sich - wie in Deutschland – an der Erwerbsarbeit beziehungsweise am traditionellen Familienmodell mit erwerbstätigem Ehemann. Viele Frauen sind deshalb nicht eigenständig, sondern nur mittelbar abgesichert oder erreichen aufgrund ihrer Erwerbsbiographie keine ausreichende eigene soziale Sicherung. Die Arbeit stellt im ersten Teil - allerdings leider in sehr knapper Form - die feministische Krit...
Ingrid Mairhuber

Die Regulierung des Geschlechterverhältnisses im Sozialstaat Österreich. Traditionen, Wandel und feministische Umbauoptionen

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2000 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 403); 264 S.; brosch., 79,- DM; ISBN 3-631-34944-0
Diss. Wien; Gutachter: E. Talós. - Die sozialstaatlichen Regulierungen in Österreich orientieren sich - wie in Deutschland – an der Erwerbsarbeit beziehungsweise am traditionellen Familienmodell mit erwerbstätigem Ehemann. Viele Frauen sind deshalb nicht eigenständig, sondern nur mittelbar abgesichert oder erreichen aufgrund ihrer Erwerbsbiographie keine ausreichende eigene soziale Sicherung. Die Arbeit stellt im ersten Teil - allerdings leider in sehr knapper Form - die feministische Kritik an Wohlfahrtsstaatsforschung, vor allem an der bekannten und verbreiteten Typologie von Esping-Andersen vor. Der Hauptteil bietet eine Darstellung der historischen Entwicklung des österreichischen Sozialstaates vom 18. Jahrhundert bis heute. Dabei strebt die Autorin keine vollständige Darstellung der gesamten geschichtlichen Abläufe an, sondern sie arbeitet die in den Regelungen implizit oder explizit enthaltenen Vorstellungen über die Ordnung der Geschlechter heraus und betrachtet vor allem die frauenspezifischen Maßnahmen. Das Schlusskapitel enthält nicht nur Vorschläge für einen feministischen Umbau des Sozialstaates, sondern auch für eine Änderung anderer gesellschaftlicher Strukturen. Inhaltsübersicht: 1. Verortung des österreichischen Sozialstaates innerhalb komparativer, feministischer Ansätze; II. Konstituierung und Entwicklung des österreichischen Sozialstaates; III. Neue Wege in der österreichischen Sozialpolitik am Beginn der 90er Jahre; IV. "Zurück in die Zukunft": Verstärkter Umbau des Österreichischen Sozialstaates seit dem EU-Beitritt; V. Gesamtevaluierung: Geschlechterpolitik im Sozialstaat Österreich - ein historischer Abriss; VI. Umbauoptionen des Sozialstaates aus feministischer Sicht.
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.42.27 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Ingrid Mairhuber: Die Regulierung des Geschlechterverhältnisses im Sozialstaat Österreich. Frankfurt a. M. u. a.: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12520-die-regulierung-des-geschlechterverhaeltnisses-im-sozialstaat-oesterreich_14973, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 14973 Rezension drucken
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