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/ 11.06.2013
Alexander Haas

Die vergessene Bauernpartei. Der Steirische Landbund und sein Einfluß auf die österreichische Politik 1918-1934

Graz/Stuttgart: Leopold Stocker Verlag 2000; 415 S.; ISBN 3-7020-0885-3
Geschichtswiss. Diss. Graz; Gutachter: G. R. Burkert. - Haas stellt in seiner mit dem Leopold-Kunschak-Preis ausgezeichneten, für dieses Buch umgearbeiteten Dissertation ein Stück österreichischer Agrargeschichte dar: von den Anfängen der steirischen Bauernorganisationen in der Donaumonarchie über die bedeutende Rolle des Landbundes in der Ersten Republik (er stellte drei Vizekanzler) bis zu dessen irreversiblen Niedergang. Dabei verfährt Haas im Sinne einer stark personenbezogenen Geschichte de...
Alexander Haas

Die vergessene Bauernpartei. Der Steirische Landbund und sein Einfluß auf die österreichische Politik 1918-1934

Graz/Stuttgart: Leopold Stocker Verlag 2000; 415 S.; hardc., 54,50 DM; ISBN 3-7020-0885-3
Geschichtswiss. Diss. Graz; Gutachter: G. R. Burkert. - Haas stellt in seiner mit dem Leopold-Kunschak-Preis ausgezeichneten, für dieses Buch umgearbeiteten Dissertation ein Stück österreichischer Agrargeschichte dar: von den Anfängen der steirischen Bauernorganisationen in der Donaumonarchie über die bedeutende Rolle des Landbundes in der Ersten Republik (er stellte drei Vizekanzler) bis zu dessen irreversiblen Niedergang. Dabei verfährt Haas im Sinne einer stark personenbezogenen Geschichte der Organisationen und der Partei, weniger in Form einer soziologischen Analyse. Sein Hauptaugenmerk gilt der Steiermark, die zu jenen drei Bundesländern zählte, in denen der Landbund die größte Bedeutung besaß. Aus dem Inhalt: 1. Vorgeschichte und Vorläufer des "Landbundes" in der Steiermark: 1.2 Die ersten Bauernvereine sowie ihre ideologischen und politischen Wurzeln; 1.3 Der "Christliche Bauernbund" und Freiherr von Rokitansky; 1.4 Die mächtige Konkurrenz: Die katholisch-konservativen Bauern der Steiermark; 1.5 Agrarische Zwischenbilanz am Ende der Monarchie. 2. Aufbruch in die Erste Republik. Ringen um eine eigenständige Bauernpartei: 2.1 Das Jahr 1918 - Ende und Anfang; 2.2 Leopold Stockers "Steirischer Bauernbund" und sein Kampf um eine "Deutschösterreichische Bauernpartei"; 2.3 "Steirischer Bauernbund" - der neue Name seit dem 10. Juni 1919. 3. Zeit der Konsolidierung und schwierige Landbundjahre 1923-1927: 3.1 Wirtschaftliche und politische Konsolidierung; 3.4 Nationalrats- und Landtagswahlen am 24. April 1927 in der Steiermark. 4. Der "Landbund" als Regierungspartei 1927-1933: 4.1 Koalitionspartner in den Regierungen Seipel, Streeruwitz, Schober (Mai 1927 bis September 1930); 4.3 Koalitionspartner in den Regierungen Ender, Buresch und Dollfuß (Dezember 1930 bis September 1933). 5. Nach der Auflösung der Parteien: Wo sind die Landbündler geblieben...? 5.1 ...im autoritären Dollfuß-Schuschnigg-Staat (1934-1938)?; 5.2 ...im Hitler-Staat (1938-1945)?; 5.3 ...nach 1945, in der Zweiten Republik? 6. Kurzbiographien steirischer "Landbund"-Politiker.
Leslie Piert (LP)
Rubrizierung: 2.4 Empfohlene Zitierweise: Leslie Piert, Rezension zu: Alexander Haas: Die vergessene Bauernpartei. Graz/Stuttgart: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12328-die-vergessene-bauernpartei_14725, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 14725 Rezension drucken
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