/ 12.06.2013
Uwe Schimank / Ute Volkmann
Gesellschaftliche Differenzierung
Bielefeld: transcript Verlag 1999 (Einsichten); 57 S.; ISBN 3-933127-06-8Im Rahmen des gesellschaftstheoretischen "Mainstreams" hat das Konzept der gesellschaftlichen Differenzierung - und zwar in seiner funktionalistischen, an Luhmann orientierten Variante - den Status einer "Basistheorie", die über ein der modernen polykontexturalen Gesellschaft angemessenes Analysepotenzial verfügt. Der schmale Band will - für Einführungszwecke - mit diesem Konzept vertraut machen, wobei als Leitlinie der Darstellung die Frage dient: "Was erfährt man über die moderne Gesellschaft,...
Uwe Schimank / Ute Volkmann
Gesellschaftliche Differenzierung
Bielefeld: transcript Verlag 1999 (Einsichten); 57 S.; kart., 16,80 DM; ISBN 3-933127-06-8Im Rahmen des gesellschaftstheoretischen "Mainstreams" hat das Konzept der gesellschaftlichen Differenzierung - und zwar in seiner funktionalistischen, an Luhmann orientierten Variante - den Status einer "Basistheorie", die über ein der modernen polykontexturalen Gesellschaft angemessenes Analysepotenzial verfügt. Der schmale Band will - für Einführungszwecke - mit diesem Konzept vertraut machen, wobei als Leitlinie der Darstellung die Frage dient: "Was erfährt man über die moderne Gesellschaft, wenn man sie mit dem differenzierungstheoretischen Scheinwerfer ausleuchtet?" (6) Die Autoren geben zunächst einen knappen Abriss differenzierungstheoretischer Unterscheidungen (6 ff.) und entwerfen dann in lockerer Form an drei thematischen Aspekten (differenzierungstheoretische Elemente in der Theorie Bourdieus; Fragen gesamtgesellschaftlicher Integration; gegenwartsdiagnostische Anknüpfungspunkte) Ausbaumöglichkeiten dieses Konzeptes (22 ff.).
Inhalt: Bisherige Erträge der differenzierungstheoretischen Perspektive: Die Differenzierungsform der modernen Gesellschaft: Ebenen gesellschaftlicher Differenzierung; Differenzierung: Dekomposition oder Emergenz; Geschlossenheit und Offenheit von Teilsystemen; Strukturelle Kopplungen; Systeme und Akteure. Triebkräfte gesellschaftlicher Differenzierung: Leistungssteigerungen; Evolution; Kulturelle Leitideen; Reflexive Interessen. Folgen funktionaler Differenzierung. Aussichten auf den weiteren Ausbau der differenzierungstheoretischen Perspektive: Das differenzierungstheoretische Potential von Pierre Bourdieus Gesellschaftstheorie: Gesellschaft als Ensemble sozialer Felder; Feld als Kräfteverhältnis; Der Kampf um die Autonomie der Felder. Erschließung des gesamtgesellschaftlichen "Reproduktionskreislaufs": Intersystemische Varianzen der gesellschaftlichen Differenzierungsstruktur; Interdependenzen zwischen Teilsystemen; Inklusion der Gesellschaftsmitglieder. Differenzierungstheoretische Beiträge zu soziologischen Gegenwartsdiagnosen: "Kolonialisierung der Lebenswelt"; "Risikogesellschaft"; "Anspruchsinflationen", Exklusion und ökologische Gefährdungen.
Thomas Mirbach (Mir)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.42
Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Uwe Schimank / Ute Volkmann: Gesellschaftliche Differenzierung Bielefeld: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13249-gesellschaftliche-differenzierung_15878, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 15878
Rezension drucken
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
CC-BY-NC-SA