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/ 12.06.2013
Christian Krüger / Matthias Müller-Hennig (Hrsg.)

Greenpeace auf dem Wahrnehmungsmarkt. Studien zur Kommunikationspolitik und Medienresonanz. Hrsg. für das büro für publizistik, Hamburg

Hamburg: Lit 2000 (Medien & Politik 14); 250 S.; brosch., 20,40 €; ISBN 3-8258-4645-8
Unter den zahlreichen Organisationen des Dritten (Nonprofit-) Sektors nimmt Greenpeace unbestritten eine Ausnahmestellung ein; das gilt sowohl für den hohen Bekanntheitsgrad als auch für das weithin akzeptierte, idealistisches Engagement verkörpernde Image der Organisation. Ein exemplarischer Status kommt Greenpeace überdies zu, weil sich die Organisation "als eine pressure-group, die mit der Strategie der symbolischen öffentlichen Konfrontation arbeitet" (11), bisher außerordentlich professione...
Christian Krüger / Matthias Müller-Hennig (Hrsg.)

Greenpeace auf dem Wahrnehmungsmarkt. Studien zur Kommunikationspolitik und Medienresonanz. Hrsg. für das büro für publizistik, Hamburg

Hamburg: Lit 2000 (Medien & Politik 14); 250 S.; brosch., 20,40 €; ISBN 3-8258-4645-8
Unter den zahlreichen Organisationen des Dritten (Nonprofit-) Sektors nimmt Greenpeace unbestritten eine Ausnahmestellung ein; das gilt sowohl für den hohen Bekanntheitsgrad als auch für das weithin akzeptierte, idealistisches Engagement verkörpernde Image der Organisation. Ein exemplarischer Status kommt Greenpeace überdies zu, weil sich die Organisation "als eine pressure-group, die mit der Strategie der symbolischen öffentlichen Konfrontation arbeitet" (11), bisher außerordentlich professionell in den Medien behaupten konnte. Die Beiträge behandeln die Kommunikationsprozesse, in denen die Aktivitäten von Greenpeace öffentlich gespiegelt werden, einerseits unter dem Gesichtspunkt der strategisch-medialen Inszenierung, andererseits hinsichtlich spezifischer Wahrnehmungsformen, wozu auch ein Beitrag über den Messfehler zählt, den sich diese Organisation im Kontext der Kampagne zu Brent Spar leistete. Das als Mitherausgeber fungierende Hamburger "büro für publizistik" (bfp) hat sich seit längerem "mit dem Untersuchungsgegenstand, insbesondere mit Medienresonanzanalysen [...] u. a. auch im Auftrag von Greenpeace" beschäftigt (12). Aus dem Inhalt: Christian Krüger / Matthias Müller-Hennig: Wahrnehmungsprozesse, Kommunikationspolitik: Greenpeace als Unikum und Exempel. Statt einer Einleitung (9-16). Kommunikationspolitik, Resultate: Christian Krüger: Kommunikation der Aktion. Grundzüge der Kommunikationspolitik, nach der Praxis entworfen (19-33); Conny Böttger: Politik der Visualisation. Oder: Greenpeace macht Bilder, Bilder machen Greenpeace (35-42); Matthias Müller-Hennig: Der Mythos von der Allmacht der Öffentlichkeitsarbeit. Ergebnisse der Nachrichten- und Informationsflußanalyse zur Informationsquelle Greenpeace (53-69); Christian Krüger: Der grüne Kanal - ein Pionierprojekt? Zu Greenpeace-TV und zur öffentlichen Debatte über Lobby- und Unternehmensfernsehen (95-115); Susanne Ramthun: Aktionsraum Nordsee. Kampagnenpolitik an drei Fallbeispielen (117-130). Öffentliche Wahrnehmung, Fälle: Sabine Biermann / Conny Böttger: Lebende Bilder, Zeitungsbilder. Das Greenpeace-Foto in den Printmedien (183-203).
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.3332.331 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Christian Krüger / Matthias Müller-Hennig (Hrsg.): Greenpeace auf dem Wahrnehmungsmarkt. Hamburg: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13559-greenpeace-auf-dem-wahrnehmungsmarkt_16243, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 16243 Rezension drucken
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