/ 12.06.2013
Hitlers Gesicht
Claudia Schmölders
Hitlers Gesicht. Eine physiognomische Biographie
München: C. H. Beck 2000; 264 S.; geb., 24,54 €; ISBN 3-406-46611-7Es ist wohl keine Übertreibung festzustellen, dass im 20. Jahrhundert keine physische Erscheinung eine vergleichbare physiognomische Deutungslust stimuliert hat wie diejenige Adolf Hitlers: Ist das Böse an seiner Gestalt erkennbar? An dieser Frage setzt die Autorin ein. Im Gegensatz zur Biographik benutzt Schmölders die Illustration als Ausgangspunkt, um die Geschichte Hitlers von seinem Einzug in München bis zu seinem Ende in Berlin zu erzählen. Die Autorin macht sich dabei die Perspektive jene...
Claudia Schmölders
Hitlers Gesicht. Eine physiognomische Biographie
München: C. H. Beck 2000; 264 S.; geb., 24,54 €; ISBN 3-406-46611-7Es ist wohl keine Übertreibung festzustellen, dass im 20. Jahrhundert keine physische Erscheinung eine vergleichbare physiognomische Deutungslust stimuliert hat wie diejenige Adolf Hitlers: Ist das Böse an seiner Gestalt erkennbar? An dieser Frage setzt die Autorin ein. Im Gegensatz zur Biographik benutzt Schmölders die Illustration als Ausgangspunkt, um die Geschichte Hitlers von seinem Einzug in München bis zu seinem Ende in Berlin zu erzählen. Die Autorin macht sich dabei die Perspektive jene...
Claudia Schmölders
Hitlers Gesicht. Eine physiognomische Biographie
München: C. H. Beck 2000; 264 S.; geb., 24,54 €; ISBN 3-406-46611-7Es ist wohl keine Übertreibung festzustellen, dass im 20. Jahrhundert keine physische Erscheinung eine vergleichbare physiognomische Deutungslust stimuliert hat wie diejenige Adolf Hitlers: Ist das Böse an seiner Gestalt erkennbar? An dieser Frage setzt die Autorin ein. Im Gegensatz zur Biographik benutzt Schmölders die Illustration als Ausgangspunkt, um die Geschichte Hitlers von seinem Einzug in München bis zu seinem Ende in Berlin zu erzählen. Die Autorin macht sich dabei die Perspektive jener Halb- beziehungsweise Pseudowissenschaft zu Eigen, die gerade in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland eine bedeutende Rolle eingenommen hat. Dadurch wird die Physiognomie des Bösen zwar nicht verständlicher, aber es wird deutlich, welche Bilder Hitlers die Mediengeschichte erzeugte, wie diese modelliert und überliefert wurden. Damit leistet Schmölders einen Beitrag zur Erklärung einer noch immer rätselhaften Faszinationsgeschichte.
Stefan Gänzle (GÄ)
Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.3 | 2.312 | 2.311
Empfohlene Zitierweise: Stefan Gänzle, Rezension zu: Claudia Schmölders: Hitlers Gesicht. München: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13731-hitlers-gesicht_16460, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 16460
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Politikwissenschaftler.
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