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/ 11.06.2013
Zsolt Spéder (Hrsg.)

Hungary in Flux. Society, Politics und Transformation

Hamburg: Krämer 1999; 254 S.; ISBN 3-89622-035-7
Ein knappes Dutzend sozialwissenschaftlicher Beiträge aus den ersten zehn Ausgaben der 1996 ins Leben gerufenen ungarischen Fachzeitschrift "Századvég" (dt. Jahrhundertende) enthält der in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin publizierte Sammelband. Er vermittelt einen vertieften Eindruck nicht nur von der thematischen Bandbreite der von der Budapest School of Politics herausgegebenen Vierteljahresschrift, sondern darüber hinaus von der intensiven sozialwissenschaftlichen Auseinand...
Zsolt Spéder (Hrsg.)

Hungary in Flux. Society, Politics und Transformation

Hamburg: Krämer 1999; 254 S.; 58,- DM; ISBN 3-89622-035-7
Ein knappes Dutzend sozialwissenschaftlicher Beiträge aus den ersten zehn Ausgaben der 1996 ins Leben gerufenen ungarischen Fachzeitschrift "Századvég" (dt. Jahrhundertende) enthält der in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin publizierte Sammelband. Er vermittelt einen vertieften Eindruck nicht nur von der thematischen Bandbreite der von der Budapest School of Politics herausgegebenen Vierteljahresschrift, sondern darüber hinaus von der intensiven sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzung in Ungarn mit den verschiedenen Dimensionen der Transformation. Entgegen dem in der Transitionsforschung gängigen Vorgehen verzichtet die Publikation auf eine explizite Auseinandersetzung mit dem Wandel des Institutionensystems. Stattdessen setzt sie bei den Veränderungen in der Sozialstruktur an. Den eigentlichen Schwerpunkt aber bilden jene, nach einem Diktum Dahrendorfs erst über Generationen hinweg veränderbaren individuellen Werte, Orientierungen und Verhaltensweisen im Transformationsprozess. Der rasante Rückgang der Selbsttötungen im postsozialistischen Ungarn und der empirisch vorfindbare Autoritarismus von Links gehören ebenso zu den Untersuchungsgegenständen wie die (geringen) Parteibindungen in der Wählerschaft und der Elitenwandel. Die ausgewählten Artikel aus Századvég geben ebenso fundiert Auskunft über die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen im Ungarn der Neunzigerjahre wie sie das (schon zuvor, insbesondere aber seit dem Systemwechsel) hohe Niveau des dortigen sozialwissenschaftlichen Diskurses bezeugen. Inhalt: I. Society and the Transformation: Rudolf Andorka: The Weak Links in Social Integration - System Transformation in Hungary (19-33); Tamás Kolosi / Matild Sági: Change of System - Change of Elite (35-55); Zsolt Spéder: The Twin Faces of Poverty in Present-Day Hungary (57-84). II. The Hungarian State of Mind: Péter Róbert: Gritting the Teeth - Embittered with the Change of System (87-116); Mária Kopp / Árpád Skrabski / János Löke / Sándor Szedmák: The Hungarian State of Mind in a Transforming Society (117-134); Zsuzsanna Elekes / Borbála Paksi: Are Politics Getting People Down? Changing Trends in Suicide and Alcoholism (135-148). III. The Politics of Transformation: András Körösényi: The Mainstream of Hungarian Political Thinking, 1989-1995 (151-182); Zsolt Enyedi: Relationships between Authoritarianism and Political Affiliations (183-204). IV. The Volatility of Party Loyalties: Róbert Angelusz / Róbert Tardos: 'Autobiographical' Respondents - Systematized Biases in Retrospective Data on Voter Preferences (207-234); Zoltán Fábián: Voter Allegiances and Voter Loyalty (235-251).
Michael Edinger (ME)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Sonderforschungsbereich 580, Universität Jena (www.uni-jena/svw/powi/sys/edinger.html).
Rubrizierung: 2.62 Empfohlene Zitierweise: Michael Edinger, Rezension zu: Zsolt Spéder (Hrsg.): Hungary in Flux. Hamburg: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12960-hungary-in-flux_15532, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 15532 Rezension drucken
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