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/ 12.06.2013

Masken für ein Massaker

Paolo Rumiz

Masken für ein Massaker. Der manipulierte Krieg: Spurensuche auf dem Balkan. Mit einer Einführung von Claudio Magris. Aus dem Italienischen von Friederike Hausmann und Gesa Schröder

München: Verlag Antje Kunstmann 2000; 220 S.; brosch., 15,24 €; ISBN 3-88897-239-6
In großer Eindringlichkeit beschreibt der italienische Journalist Rumiz die Mechanismen und Hintergründe der ungeheuren Manipulationen, die zu den Kriegen auf dem Balkan Anfang der Neunzigerjahre führten. Er wendet sich vehement gegen die allseits akzeptierte These von den ethnischen Konflikten: "Die Theorie des ethnischen Hasses zur Erklärung des Balkankrieges [...] ist eine gerissene Lüge, die die Schlächter erfunden haben, um ihre Verantwortung zu kaschieren und ihre Ziele zu erreichen." (196...
Paolo Rumiz

Masken für ein Massaker. Der manipulierte Krieg: Spurensuche auf dem Balkan. Mit einer Einführung von Claudio Magris. Aus dem Italienischen von Friederike Hausmann und Gesa Schröder

München: Verlag Antje Kunstmann 2000; 220 S.; brosch., 15,24 €; ISBN 3-88897-239-6
In großer Eindringlichkeit beschreibt der italienische Journalist Rumiz die Mechanismen und Hintergründe der ungeheuren Manipulationen, die zu den Kriegen auf dem Balkan Anfang der Neunzigerjahre führten. Er wendet sich vehement gegen die allseits akzeptierte These von den ethnischen Konflikten: "Die Theorie des ethnischen Hasses zur Erklärung des Balkankrieges [...] ist eine gerissene Lüge, die die Schlächter erfunden haben, um ihre Verantwortung zu kaschieren und ihre Ziele zu erreichen." (196...
Paolo Rumiz

Masken für ein Massaker. Der manipulierte Krieg: Spurensuche auf dem Balkan. Mit einer Einführung von Claudio Magris. Aus dem Italienischen von Friederike Hausmann und Gesa Schröder

München: Verlag Antje Kunstmann 2000; 220 S.; brosch., 15,24 €; ISBN 3-88897-239-6
In großer Eindringlichkeit beschreibt der italienische Journalist Rumiz die Mechanismen und Hintergründe der ungeheuren Manipulationen, die zu den Kriegen auf dem Balkan Anfang der Neunzigerjahre führten. Er wendet sich vehement gegen die allseits akzeptierte These von den ethnischen Konflikten: "Die Theorie des ethnischen Hasses zur Erklärung des Balkankrieges [...] ist eine gerissene Lüge, die die Schlächter erfunden haben, um ihre Verantwortung zu kaschieren und ihre Ziele zu erreichen." (196) Rumiz stellt fest - und belegt dies durch viele Beobachtungen auf seinen Reisen durch den Balkan -, dass der Westen nur allzu bereitwillig darauf hereingefallen ist und im Endeffekt den Verantwortlichen für die Massenmorde in die Hände gespielt hat. Rumiz Texte sind eine Mahnung an alle, Kriege nicht als Naturkatastrophen anzusehen, egal wie viel einfacher alles dadurch wird, wenn man ethnischen Hass als Motiv für flächendeckende Vertreibung, Folterung, Vergewaltigungen und Morde identifiziert zu haben glaubt. Es lohnt sich immer, zuerst nach den wahren Motiven der Handelnden zu fragen.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.412.25 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Paolo Rumiz: Masken für ein Massaker. München: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14100-masken-fuer-ein-massaker_16890, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 16890 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA