/ 11.06.2013
Christoph Wittekindt
Materiell-rechtliche Schranken von Verfassungsänderungen im deutschen und französischen Verfassungsrecht. Eine verfassungsvergleichende Untersuchung
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2000 (Europäische Hochschulschriften: Reihe II, Rechtswissenschaft 2870); 226 S.; ISBN 3-631-35637-4Rechtswiss. Diss. Berlin. - Bei Verfassungsänderungen stellt sich die grundsätzliche Frage, ob diese - unter Einhaltung des formal-juristischen Weges – so weit reichen dürfen, dass sie zur Legalisierung eines totalitären Regimes verwendet werden können oder ob vielmehr bestimmte materiell-rechtliche Grenzen für eine Revision gelten, um dieser Gefahr zu begegnen. Die damit verbundene Problematik beschäftigt die verfassungstheoretische Diskussion sowohl in Frankreich als auch in Deutschland ...
Christoph Wittekindt
Materiell-rechtliche Schranken von Verfassungsänderungen im deutschen und französischen Verfassungsrecht. Eine verfassungsvergleichende Untersuchung
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2000 (Europäische Hochschulschriften: Reihe II, Rechtswissenschaft 2870); 226 S.; brosch., 79,- DM; ISBN 3-631-35637-4Rechtswiss. Diss. Berlin. - Bei Verfassungsänderungen stellt sich die grundsätzliche Frage, ob diese - unter Einhaltung des formal-juristischen Weges – so weit reichen dürfen, dass sie zur Legalisierung eines totalitären Regimes verwendet werden können oder ob vielmehr bestimmte materiell-rechtliche Grenzen für eine Revision gelten, um dieser Gefahr zu begegnen. Die damit verbundene Problematik beschäftigt die verfassungstheoretische Diskussion sowohl in Frankreich als auch in Deutschland bis heute und führte in beiden Ländern zur Einführung von Revisionsschranken für bestimmte Kernbereiche der Verfassung, die u. a. die Rechtsstaatlichkeit oder die Menschenrechte beinhalten. Der Autor zeichnet im ersten Teil die entsprechenden Debatten in beiden Ländern aus historischer Perspektive nach. Dabei wird deutlich, dass die frühe deutsche Diskussion maßgeblich durch die französische angestoßen wurde. Der zweite Teil beleuchtet die Revisionsschranken des Grundgesetzes sowie der französischen Verfassung in zweifacher Hinsicht: Zum einen nimmt der Autor eine verfassungstheoretische Einordnung der Regelungen vor, zum anderen analysiert er die praktische Auslegung anhand der Rechtsprechung der jeweiligen obersten Gerichte beider Länder. Wittekindt zeigt auf, wie sich beide Rechtssysteme trotz ihrer unterschiedlichen Entwicklungen in der Aufstellung dieser irreversiblen Kennzeichen einander angenähert haben und sieht darin auch ein "Stück zukünftiger europäischer Verfassungsstaatlichkeit" (7)
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.21 | 2.61 | 2.32
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Christoph Wittekindt: Materiell-rechtliche Schranken von Verfassungsänderungen im deutschen und französischen Verfassungsrecht. Frankfurt a. M. u. a.: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12721-materiell-rechtliche-schranken-von-verfassungsaenderungen-im-deutschen-und-franzoesischen-verfassungsrecht_15228, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 15228
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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