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/ 11.06.2013
Dae-jung Kim

Mein Leben, mein Weg. Autobiografie des Präsidenten der Republik Korea. Aus dem Koreanischen übertragen von Chei Woon-Jung

Frankfurt a. M.: Frankfurter Allgemeine Zeitung 2000; 304 S.; ISBN 3-933180-71-6
Es gibt wohl keinen Politiker der Gegenwart - vielleicht mit Ausnahme Nelson Mandelas - dessen persönliches und politisches Schicksal so sehr mit der leidvollen Geschichte seines Landes verknüpft wird wie das des gegenwärtigen koreanischen Staatspräsidenten. In seiner Jugend erlebte Kim die harte japanische Besatzung, während der sogar die Benutzung der koreanischen Sprache in den Schulen untersagt wurde. Er wäre im Koreakrieg fast von nordkoreanischen Kommunisten hingerichtet worden. Als junger...
Dae-jung Kim

Mein Leben, mein Weg. Autobiografie des Präsidenten der Republik Korea. Aus dem Koreanischen übertragen von Chei Woon-Jung

Frankfurt a. M.: Frankfurter Allgemeine Zeitung 2000; 304 S.; hardc., 58,- DM; ISBN 3-933180-71-6
Es gibt wohl keinen Politiker der Gegenwart - vielleicht mit Ausnahme Nelson Mandelas - dessen persönliches und politisches Schicksal so sehr mit der leidvollen Geschichte seines Landes verknüpft wird wie das des gegenwärtigen koreanischen Staatspräsidenten. In seiner Jugend erlebte Kim die harte japanische Besatzung, während der sogar die Benutzung der koreanischen Sprache in den Schulen untersagt wurde. Er wäre im Koreakrieg fast von nordkoreanischen Kommunisten hingerichtet worden. Als junger Politiker kämpfte er gegen die autoritären Regime von Rhee Syngman und General Park Chung Hee. Er überlebte einen Mordanschlag der Schergen Parks und überstand auch die Folgen eines 14-jährigen Hausarrests, den ihm Park auferlegte, nachdem er ihn in einer filmreifen Aktion aus dem Exil in Japan hatte entführen lassen. Unter Parks Nachfolger Chun Doo Hwan wurde Kim beschuldigt, die gewaltigen Protestbewegungen des Jahres 1980 initiiert zu haben. Der Hinrichtung entkam er nur durch vielfältige Proteste aus dem Ausland. Sein geradliniger Kampf um Demokratie in Korea wurde schließlich 1997 durch seinen Sieg bei den Präsidentschaftswahlen gekrönt. Die hohe internationale Anerkennung, die Kim entgegengebracht wird, zeigt sich in der Verleihung des Friedensnobelpreises im Jahre 2000. Seine stellenweise packende Autobiographie ist ein Dokument der Geradlinigkeit inmitten von Hass und Gewalt, aber gleichzeitig auch ein Panorama der wechselvollen Geschichte Koreas.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.682.68 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Dae-jung Kim: Mein Leben, mein Weg. Frankfurt a. M.: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12732-mein-leben-mein-weg_15241, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 15241 Rezension drucken
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