/ 11.06.2013
Menschenbild und Politikkonzept in den Gesellschaftswissenschaften
Klaus-Peter Dauks
Menschenbild und Politikkonzept in den Gesellschaftswissenschaften
Aachen: Shaker Verlag 1997 (Soziologische Studien); XII, 321 S.; ISBN 3-8265-2676-7Diss. FU Berlin. - Dauks fragt, "inwiefern politische Vorstellungen mit dem ihnen zugrundeliegenden Menschenbild [...] begründet werden" (5). Zur Beantwortung der Frage stellt er die "bürgerlichen und konservativen Denkfiguren" (8) von Hannah Arendt und Arnold Gehlen den "marxistischen und sozialistischen Denkpositionen" (10) von Leo Kofler, Oskar Negt und Alexander Kluge gegenüber. In dem Vergleich der Positionen, dem die letzten fünfzehn Seiten der Arbeit gewidmet sind, kommt Dauks zu dem Erge...
Klaus-Peter Dauks
Menschenbild und Politikkonzept in den Gesellschaftswissenschaften
Aachen: Shaker Verlag 1997 (Soziologische Studien); XII, 321 S.; ISBN 3-8265-2676-7Diss. FU Berlin. - Dauks fragt, "inwiefern politische Vorstellungen mit dem ihnen zugrundeliegenden Menschenbild [...] begründet werden" (5). Zur Beantwortung der Frage stellt er die "bürgerlichen und konservativen Denkfiguren" (8) von Hannah Arendt und Arnold Gehlen den "marxistischen und sozialistischen Denkpositionen" (10) von Leo Kofler, Oskar Negt und Alexander Kluge gegenüber. In dem Vergleich der Positionen, dem die letzten fünfzehn Seiten der Arbeit gewidmet sind, kommt Dauks zu dem Erge...
Klaus-Peter Dauks
Menschenbild und Politikkonzept in den Gesellschaftswissenschaften
Aachen: Shaker Verlag 1997 (Soziologische Studien); XII, 321 S.; 89,- DM; ISBN 3-8265-2676-7Diss. FU Berlin. - Dauks fragt, "inwiefern politische Vorstellungen mit dem ihnen zugrundeliegenden Menschenbild [...] begründet werden" (5). Zur Beantwortung der Frage stellt er die "bürgerlichen und konservativen Denkfiguren" (8) von Hannah Arendt und Arnold Gehlen den "marxistischen und sozialistischen Denkpositionen" (10) von Leo Kofler, Oskar Negt und Alexander Kluge gegenüber. In dem Vergleich der Positionen, dem die letzten fünfzehn Seiten der Arbeit gewidmet sind, kommt Dauks zu dem Ergebnis, dass Arendt ihr politisches Denken mit einer philosophischen Anthropologie begründet und Gehlen die soziale Natur des Menschen aus der Biologie ableitet (275 f.). Demgegenüber hegen "die ganz im Gegenteil den Ideen der Aufklärung und der Moderne verpflichteten kritischen Gesellschaftstheorien [...] weder ein definiertes Bild vom Menschen noch begründen sie affirmativ Herrschaft oder den Staat. [...] Ein festgelegtes Menschenbild wird bei den kritischen Theorien anzugeben nicht möglich sein, denn sie begreifen den Menschen als ein geschichtliches Wesen." (276) Dauks folgt mit diesen Ergebnissen konsequent der Tradition der kritischen Theorie, die das kritische Hinterfragen immer nur auf fremde Positionen anwendet, bei marxistischen Positionen jedoch den Anspruch bereits für die Wirklichkeit nimmt.
Hendrik Hansen (HH)
Dr., Lehrbeauftragter, Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Passau.
Rubrizierung: 5.2 | 5.42
Empfohlene Zitierweise: Hendrik Hansen, Rezension zu: Klaus-Peter Dauks: Menschenbild und Politikkonzept in den Gesellschaftswissenschaften Aachen: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12307-menschenbild-und-politikkonzept-in-den-gesellschaftswissenschaften_14701, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 14701
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Dr., Lehrbeauftragter, Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Passau.
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