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/ 12.06.2013
Klaus von Beyme

Parteien im Wandel. Von den Volksparteien zu den professionalisierten Wählerparteien

Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 2000; 224 S.; brosch., 28,63 €; ISBN 3-531-13578-3
Zur Untersuchung von "party change" als neuem Trend der Parteienforschung hat von Beyme mit diesem Band seinen Beitrag beigesteuert. Aus der verwirrenden Vielfalt der Etiketten von Parteien wählt von Beyme die Bezeichnung "professionalisierte Wählerpartei" als am besten geeignet. Den Wandel der Parteien hin zu diesem Typus untersucht er auf verschiedenen Ebenen, wobei die Wähler und die Parteiorganisationen im Mittelpunkt stehen. Auf den sozialen Wandel, die Abnahme der Parteiidentifikation und ...
Klaus von Beyme

Parteien im Wandel. Von den Volksparteien zu den professionalisierten Wählerparteien

Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 2000; 224 S.; brosch., 28,63 €; ISBN 3-531-13578-3
Zur Untersuchung von "party change" als neuem Trend der Parteienforschung hat von Beyme mit diesem Band seinen Beitrag beigesteuert. Aus der verwirrenden Vielfalt der Etiketten von Parteien wählt von Beyme die Bezeichnung "professionalisierte Wählerpartei" als am besten geeignet. Den Wandel der Parteien hin zu diesem Typus untersucht er auf verschiedenen Ebenen, wobei die Wähler und die Parteiorganisationen im Mittelpunkt stehen. Auf den sozialen Wandel, die Abnahme der Parteiidentifikation und die Zunahme der Wechselbereitschaft der Wähler reagieren die Parteiorganisationen mit Professionalisierung und verstärkter Medienorientierung. Aber auch äußere Einflussfaktoren wie Wahlergebnisse oder Wahlrechtsänderungen werden als Ursachen für den Wandel der Parteien herangezogen. Dabei zeigt sich deutlich die große Anpassungsfähigkeit der Parteien, weshalb von Beyme der These vom Niedergang der Parteien widerspricht. Die Grundlage für diese Untersuchung bieten die Parteiensysteme von über 20 Ländern, wobei der Schwerpunkt klar auf Westeuropa liegt. Bestechend ist vor allem die Sicherheit mit der von Beyme die große Menge an Daten und Fakten integriert und systematisiert. Die zahlreichen Ursachen und Auswirkungen der Veränderungen der Parteien werden diskutiert, freilich ohne zu behaupten, den einen bestimmenden Grund für den Wandel der Parteien herauszufinden: "Die Jagd nach der unabhängigen Variablen geht weiter" (208).
Andreas Hallermann (AH)
Dr., Politikwissenschaftler, Referent im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Erfurt.
Rubrizierung: 2.222.331 Empfohlene Zitierweise: Andreas Hallermann, Rezension zu: Klaus von Beyme: Parteien im Wandel. Wiesbaden: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13617-parteien-im-wandel_16314, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 16314 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA