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/ 12.06.2013
Uwe Neumann

Platon

Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag 2001 (rowohlts monographien); 159 S.; 8,50 €; ISBN 3-499-50533-9
Der Band löst denjenigen von Gottfried Martin ab, ist gemäß der Reihe reich bebildert und arbeitet des Öfteren mit längeren Originalpassagen. Neumann setzt ein mit der Beschreibung von Platons Leben und dessen Umfeld. Darauf folgt im zweiten Kapitel die Erläuterung grundlegender Züge des Werkes, wie z. B. der Dialogform. Die fehlende Einleitung vermisst der Leser insbesondere auch deshalb, weil die weitere Gliederung nicht gänzlich unmittelbar verständlich ist; die Kapitelüberschriften geben dem...
Uwe Neumann

Platon

Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag 2001 (rowohlts monographien); 159 S.; 8,50 €; ISBN 3-499-50533-9
Der Band löst denjenigen von Gottfried Martin ab, ist gemäß der Reihe reich bebildert und arbeitet des Öfteren mit längeren Originalpassagen. Neumann setzt ein mit der Beschreibung von Platons Leben und dessen Umfeld. Darauf folgt im zweiten Kapitel die Erläuterung grundlegender Züge des Werkes, wie z. B. der Dialogform. Die fehlende Einleitung vermisst der Leser insbesondere auch deshalb, weil die weitere Gliederung nicht gänzlich unmittelbar verständlich ist; die Kapitelüberschriften geben dem Platon-Unkundigen den Kapitelinhalt nicht offenkundig preis: "Platons Sorge für die Seele" (Kapitel 3), "Platons Sorge für den Staat" (Kapitel 4) und schließlich "Die 'zweite Seefahrt'" (Kapitel 5). Kapitel drei beschäftigt sich mit Platons Frontstellung gegen vermeintliches Wissen und dem Streben nach Erkenntnis, die immer auch Tugend bedeutet. Das nächste Kapitel schließt an, indem es Platons Vorstellung von günstigen Bedingungen für ein solches Streben des Einzelnen in Form von Regelungen auf der Ebene des Gemeinwesens darstellt. Darauf folgt im fünften Kapitel die Darlegung der Ideenlehre. Der Band endet mit einem Überblick zur Wirkungsgeschichte. Dass der Gang der Gedanken nicht immer ohne Nahtstellen auskommt (beispielsweise bei dem Übergang zur Ideenlehre), scheint auch ein Tribut an einen begrenzten Umfang zu sein: Eine erschöpfende Einführung liegt hier nicht vor. Dennoch gelingt es diesem Versuch einer systematischen Darstellung, die wichtigsten Stichworte der akademischen Beschäftigung mit Platon anzusprechen.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 5.31 Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Uwe Neumann: Platon Reinbek bei Hamburg: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13362-platon_16011, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 16011 Rezension drucken
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