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/ 11.06.2013

Prozedurale Theorien der Gerechtigkeit

Axel Tschentscher

Prozedurale Theorien der Gerechtigkeit. Rationales Entscheiden, Diskursethik und prozedurales Recht

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2000 (Studien zur Rechtsphilosophie und Rechtstheorie); 415 S.; ISBN 3-7890-6490-4
Rechtswiss. Diss. Kiel; Gutachter: R. Alexy. - In seiner rechtsphilosophischen Arbeit, die mit dem "Doctores Juris Preis 2000" ausgezeichnet wurde, untersucht der Verfasser unter der Leitfrage "Wie kann Recht gerecht sein?" politische Gerechtigkeit, die er als "die Geltung von Gerechtigkeitsnormen als Rechtsnormen" (78) definiert. Dazu unternimmt er zunächst aus rechtswissenschaftlicher Perspektive eine Analyse und Kritik jener Gerechtigkeitstheorien, die "die Gerechtigkeit der staatlichen Recht...
Axel Tschentscher

Prozedurale Theorien der Gerechtigkeit. Rationales Entscheiden, Diskursethik und prozedurales Recht

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2000 (Studien zur Rechtsphilosophie und Rechtstheorie); 415 S.; ISBN 3-7890-6490-4
Rechtswiss. Diss. Kiel; Gutachter: R. Alexy. - In seiner rechtsphilosophischen Arbeit, die mit dem "Doctores Juris Preis 2000" ausgezeichnet wurde, untersucht der Verfasser unter der Leitfrage "Wie kann Recht gerecht sein?" politische Gerechtigkeit, die er als "die Geltung von Gerechtigkeitsnormen als Rechtsnormen" (78) definiert. Dazu unternimmt er zunächst aus rechtswissenschaftlicher Perspektive eine Analyse und Kritik jener Gerechtigkeitstheorien, die "die Gerechtigkeit der staatlichen Recht...
Axel Tschentscher

Prozedurale Theorien der Gerechtigkeit. Rationales Entscheiden, Diskursethik und prozedurales Recht

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2000 (Studien zur Rechtsphilosophie und Rechtstheorie); 415 S.; brosch., 98,- DM; ISBN 3-7890-6490-4
Rechtswiss. Diss. Kiel; Gutachter: R. Alexy. - In seiner rechtsphilosophischen Arbeit, die mit dem "Doctores Juris Preis 2000" ausgezeichnet wurde, untersucht der Verfasser unter der Leitfrage "Wie kann Recht gerecht sein?" politische Gerechtigkeit, die er als "die Geltung von Gerechtigkeitsnormen als Rechtsnormen" (78) definiert. Dazu unternimmt er zunächst aus rechtswissenschaftlicher Perspektive eine Analyse und Kritik jener Gerechtigkeitstheorien, die "die Gerechtigkeit der staatlichen Rechtsordnung beurteilen" (79). Er ordnet diese in Anlehnung an eine von Alexy stammende Unterscheidung in vier Grundpositionen ein, nämlich die der nietzscheanischen (Kelsen, Hayek, Luhmann, Ladeur), der aristotelischen (Sandel, MacIntyre, Taylor, Walzer), der hobbesianischen (Nash, Harsanyi, Selten, Braithwaite, Buchanan, Lucas, Rawls, Nozick, Gauthier, Höffe) und die der kantischen Grundposition (Rawls, Scanlon, Nagel, Barry, Günther, Apel, Habermas, Alexy, Ackerman). Tschentscher entwickelt im Anschluss die Grundzüge einer diskursiven Theorie der Gerechtigkeit, "die prozedurale Maßstäbe für Gerechtigkeit im Recht liefern kann" (26). Diese versteht er als "Beitrag zu einem analytisch begründeten Liberalismus" (309). Als Schwerpunkt setzt er dabei das Element der "Verknüpfung von prozeduraler Gerechtigkeitsbegründung, wie sie die politische Philosophie der hobbesianischen und kantischen Grundposition prägt, mit prozeduraler Gerechtigkeitserzeugung, wie sie als Leitbild von realen Diskursen in Recht und Politik fungiert" (309), das in den bislang existierenden Gerechtigkeitstheorien zu kurz gekommen sei (309). Der Verfasser charakterisiert die von ihm skizzierte Diskurstheorie der Gerechtigkeit als "anthropozentrische, generationsbeschränkte, staatsbezogene und geschlechterblinde Theorie", die "für Erweiterungen offen" (367) sei. Inhaltsübersicht: 1. Gerechtigkeit, Moral und Recht; 2. Begriff und Klassifizierung prozeduraler Gerechtigkeitstheorien: A. Gerechtigkeit; B. Gerechtigkeitstheorien; C. Prozedurale Gerechtigkeit; D. Prozedurale Gerechtigkeitstheorien. 3. Einige Theorien der Gerechtigkeit: A. Theorien der nietzscheanischen Grundposition; B. Theorien der aristotelischen Grundposition; C. Theorien der hobbesianischen Grundposition; D. Theorien der kantischen Grundposition. 4. Analyse und Kritik von Gerechtigkeitstheorien: A. Theorien der nietzscheanischen Grundposition; B. Theorien der aristotelischen Grundposition; C. Theorien der hobbesianischen Grundposition; D. Theorien der kantischen Grundposition. 5. Grundzüge einer Diskurstheorie der Gerechtigkeit: A. Vorüberlegungen; B. Zur unmittelbaren Begründung von Menschenrechten und Demokratie; C. Zur Institutionalisierung der Gerechtigkeit; D. Zur mittelbaren Begründung gerechten Rechts; E. Zur Erweiterbarkeitsthese in der Diskurstheorie der Gerechtigkeit.
Tanja Pritzlaff (TP)
Dipl.-Politologin, wiss. Mitarbeiterin, Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen.
Rubrizierung: 5.445.42 Empfohlene Zitierweise: Tanja Pritzlaff, Rezension zu: Axel Tschentscher: Prozedurale Theorien der Gerechtigkeit. Baden-Baden: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12366-prozedurale-theorien-der-gerechtigkeit_14772, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 14772 Rezension drucken
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