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/ 12.06.2013

Reflexive Evaluation

Martina Röbbecke / Dagmar Simon

Reflexive Evaluation. Ziele, Verfahren und Instrumente der Bewertung von Forschungsinstituten

Berlin: edition sigma 2001; 141 S.; 12,68 €; ISBN 3-89404-210-9
Wie zuvor schon im Hochschulsektor sind Evaluationen auch im Bereich der Forschungspolitik und -förderung zu einem wichtigen Instrument geworden, von dem Steuerungsentscheidungen der Geldgeber abhängig gemacht werden. Ähnlich wie dort stellen sich - vor allem bei externen Evaluationen - grundsätzliche Fragen nach der Messbarkeit von Leistungen oder Prozessen einerseits und nach einer kontextangemessenen Interpretation von Indikatoren andererseits. Angesichts einer verstärkt auf Standardisierung ...
Martina Röbbecke / Dagmar Simon

Reflexive Evaluation. Ziele, Verfahren und Instrumente der Bewertung von Forschungsinstituten

Berlin: edition sigma 2001; 141 S.; 12,68 €; ISBN 3-89404-210-9
Wie zuvor schon im Hochschulsektor sind Evaluationen auch im Bereich der Forschungspolitik und -förderung zu einem wichtigen Instrument geworden, von dem Steuerungsentscheidungen der Geldgeber abhängig gemacht werden. Ähnlich wie dort stellen sich - vor allem bei externen Evaluationen - grundsätzliche Fragen nach der Messbarkeit von Leistungen oder Prozessen einerseits und nach einer kontextangemessenen Interpretation von Indikatoren andererseits. Angesichts einer verstärkt auf Standardisierung ...
Martina Röbbecke / Dagmar Simon

Reflexive Evaluation. Ziele, Verfahren und Instrumente der Bewertung von Forschungsinstituten

Berlin: edition sigma 2001; 141 S.; 12,68 €; ISBN 3-89404-210-9
Wie zuvor schon im Hochschulsektor sind Evaluationen auch im Bereich der Forschungspolitik und -förderung zu einem wichtigen Instrument geworden, von dem Steuerungsentscheidungen der Geldgeber abhängig gemacht werden. Ähnlich wie dort stellen sich - vor allem bei externen Evaluationen - grundsätzliche Fragen nach der Messbarkeit von Leistungen oder Prozessen einerseits und nach einer kontextangemessenen Interpretation von Indikatoren andererseits. Angesichts einer verstärkt auf Standardisierung setzenden Evaluationspraxis wird - wie Neidhardt im Vorwort zu Recht betont - allzu leicht übersehen, dass Evaluationen einen Interaktionsprozess bilden, "dessen Gelingen in mehrfacher Weise von der Mitwirkung der Betroffenen abhängt" (7). Auf der Basis von 60 Interviews mit 5 Forschungseinrichtungen der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL), dem 1995 erfolgten Zusammenschluss der Institute der so genannten Blauen Liste, haben die Autorinnen Empfehlungen für ein Evaluationsmodell erarbeitet, das den Besonderheiten dieser außeruniversitären Institute mit ihrer spezifischen Verknüpfung von grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung Rechnung tragen soll. Die auf Empfehlung des Wissenschaftsrats durchgeführte Studie stellt zunächst die Entstehung des Dachverbandes der WGL vor (13 ff.) und gibt dann einen knappen Überblick über die aktuelle Evaluationsdiskussion von Wissenschaft und Forschung (33 ff.). Den Schwerpunkt bildet die in Form von kommentierten Thesen vorgenommene Auseinandersetzung mit Zielen, Instrumenten und Verfahren künftiger Evaluationen der WGL (45 ff.). "Reflexive Evaluation" - so eine zentrale These der Autorinnen - sollte vorrangig auf Qualitätsförderung der Institute ausgerichtet sein und als systematisches Element der Organisationsentwicklung auf dem Zusammenspiel von externen Bewertungen und Selbstevaluationen beruhen (132). Inhalt: Friedhelm Neidhardt: Vorwort (13-17). 2. Von der "Blauen Liste" zur "Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz": 2.1 Die Blaue Liste als "ökologische Nische"; 2.2 Wandlungsprozesse und neue Konturen; 2.3 Zukünftige Herausforderungen. 3. Evaluation in Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen; 4. Qualität und Qualitätsdefinition von Wissenschaft und Forschung: Notizen zur aktuellen Evaluationsdiskussion; 5. Leitende Prinzipien der Evaluation: 5.1 Institutionelle Besonderheiten der WGL-Institute; 5.2 Die Ziele der externen Evaluierung und der Selbstevaluation; 5.3 Kriterien der Evaluation: 5.3.1 Throughput-Deskriptoren; 5.3.2 Qutput-Deskriptoren; 5.3.3 Input-Deskriptoren. 5.4 Verfahren und Umsetzung: 5.4.1 Gemeinsamkeiten interner und externer Verfahren; 5.4.2 Besonderheiten der externen Evaluation; 5.4.3 Besonderheiten der Selbstevaluation.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.21.22.263 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Martina Röbbecke / Dagmar Simon: Reflexive Evaluation. Berlin: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13351-reflexive-evaluation_15998, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 15998 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA