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/ 11.06.2013
William Smaldone

Rudolf Hilferding. Tragödie eines deutschen Sozialdemokraten

Bonn: Verlag J. H. W. Dietz Nachfolger 2000 (Historisches Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung, Reihe: Politik- und Gesellschaftsgeschichte 55); 291 S.; hardc., 24,54 €; ISBN 3-8012-4113-0
Der Band ist die deutsche Übersetzung eines erstmals 1998 bei der Northern Illinois University Press herausgekommenen Buches. Er betrachtet beide Aspekte des politischen Lebens von Hilferding, also sowohl seine Karriere als Politiker, die ihn bis in das Weimarer Reichsfinanzministerium geführt hat, wie auch sein Schaffen als marxistischer Theoretiker, das schon vor dem Ersten Weltkrieg in dem Buch über "Das Finanzkapital" seinen Höhepunkt fand. Hilferding stand für vier Jahrzehnte, vom Kaiserrei...
William Smaldone

Rudolf Hilferding. Tragödie eines deutschen Sozialdemokraten

Bonn: Verlag J. H. W. Dietz Nachfolger 2000 (Historisches Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung, Reihe: Politik- und Gesellschaftsgeschichte 55); 291 S.; hardc., 24,54 €; ISBN 3-8012-4113-0
Der Band ist die deutsche Übersetzung eines erstmals 1998 bei der Northern Illinois University Press herausgekommenen Buches. Er betrachtet beide Aspekte des politischen Lebens von Hilferding, also sowohl seine Karriere als Politiker, die ihn bis in das Weimarer Reichsfinanzministerium geführt hat, wie auch sein Schaffen als marxistischer Theoretiker, das schon vor dem Ersten Weltkrieg in dem Buch über "Das Finanzkapital" seinen Höhepunkt fand. Hilferding stand für vier Jahrzehnte, vom Kaiserreich über die Kriegsjahre und die Weimarer Republik bis in die Emigration an führender Stelle in der deutschen Sozialdemokratie, und so ist es erstaunlich, wie wenig er heute zur Kenntnis genommen wird. Nach 1933 beteiligte er sich an der Leitung der Exil-SPD und setzte sich auch theoretisch mit dem totalen Staat auseinander, bis dieser ihn im französischen Exil einholte und in den Tod trieb. Smaldone zeichnet ein rundes Bild der Person und der Politik Hilferdings, dessen problematische Seiten nicht verschwiegen werden. Insgesamt sieht der Autor in Hilferdings Ideen durchaus noch Potenzial, das auch zur Erklärung der globalisierten Welt mit Gewinn herangezogen werden kann.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.32.3312.3112.312 Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: William Smaldone: Rudolf Hilferding. Bonn: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13089-rudolf-hilferding_15682, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 15682 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA