/ 12.06.2013
Erika Schläppi / Walter Kälin
Schweizerische Aussenwirtschaftshilfe und Menschenrechtspolitik. Konflikte und Konvergenzen
Chur/Zürich: Verlag Rüegger 2001; 288 S.; 28,63 €; ISBN 3-7253-0696-6Menschenrechtsverletzungen in Entwicklungsländern waren älteren Auffassungen zufolge unvermeidbar oder sogar notwendige Bedingung wirtschaftlicher Entwicklung. Zudem wurden beide Bereiche als weitgehend voneinander unabhängig betrachtet. Heute dagegen haben Menschenrechtsfragen zunehmend an Bedeutung gewonnen und die Vergabe von Fördermitteln und -programmen wird verstärkt an die Einhaltung entsprechender Standards gebunden. Zudem ist die Schweiz verfassungs- und völkerrechtlich zu einer mensche...
Erika Schläppi / Walter Kälin
Schweizerische Aussenwirtschaftshilfe und Menschenrechtspolitik. Konflikte und Konvergenzen
Chur/Zürich: Verlag Rüegger 2001; 288 S.; 28,63 €; ISBN 3-7253-0696-6Menschenrechtsverletzungen in Entwicklungsländern waren älteren Auffassungen zufolge unvermeidbar oder sogar notwendige Bedingung wirtschaftlicher Entwicklung. Zudem wurden beide Bereiche als weitgehend voneinander unabhängig betrachtet. Heute dagegen haben Menschenrechtsfragen zunehmend an Bedeutung gewonnen und die Vergabe von Fördermitteln und -programmen wird verstärkt an die Einhaltung entsprechender Standards gebunden. Zudem ist die Schweiz verfassungs- und völkerrechtlich zu einer menschenrechtsorientierten Außenwirtschaftspolitik verpflichtet. Leider ist es jedoch nicht selten so, dass sich die wirtschaftlichen Interessen der Außenwirtschaftspolitik und menschenrechtliche Belange widersprechen. Die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms "Schweizerische Aussenpolitik" (NFP 42) des Schweizerischen Nationalfonds entstandene Arbeit untersucht dieses Problem aus vorwiegend rechtswissenschaftlicher Sicht, analysiert die Integration von Menschenrechten in das wirtschaftliche Handeln aus theoretischer Perspektive und entwickelt abschließend - mithilfe des Instrumentes der Güterabwägung - konkrete Vorschläge für eine angemessene und situationsabhängig differenzierte Berücksichtigung von menschenrechtspolitischen Aspekten in der Schweizer Aussenwirtschaftshilfe.
Inhaltsübersicht: 1. Rechtliche Grundlagen: I. Verfassungsrechtliche Grundlagen: Aussen- und aussenwirtschaftspolitische Ziele der neuen Bundesverfassung; II. Völkerrechtliche Grundlagen: Bedeutung und Reichweite der Menschenrechte; III. Völkerrechtliche Grundlagen: Staatliche Förderung grenzüberschreitender Wirtschaftsaktivitäten. 2. Konzeptionelle Grundlagen für die Integration menschenrechtlicher Anliegen in die Entwicklungs- und Wirtschaftspolitik: I. Der menschenrechtspolitische Diskurs; II. Der entwicklungspolitische Diskurs: Ansätze zur Integration menschenrechtlicher Anliegen; III. Die Bedeutung der Menschenrechte für wirtschaftliches Handeln. 3. Umgang mit Zielkonflikten im Bereich Aussenwirtschaftshilfe: II. Relevante private Interessen im Bereich der Wirtschaftspolitik; III. Relevante öffentliche Interessen; IV. Elemente der Güterabwägung; V. Folgerungen für das Instrumentarium der Aussenwirtschaftshilfe.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.5 | 4.22 | 4.44 | 4.42
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Erika Schläppi / Walter Kälin: Schweizerische Aussenwirtschaftshilfe und Menschenrechtspolitik. Chur/Zürich: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14135-schweizerische-aussenwirtschaftshilfe-und-menschenrechtspolitik_17294, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 17294
Rezension drucken
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA