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/ 12.06.2013
Theresa Wobbe

Weltgesellschaft

Bielefeld: transcript 2000 (Einsichten); 97 S.; kart., 10,12 €; ISBN 3-933127-13-0
Wobbe versteht den Begriff der Weltgesellschaft als vielfach vernachlässigte Dimension der Globalisierungsdebatte: „Es ist das Ziel der folgenden Darstellung, in unterschiedliche soziologische Konzepte der Weltgesellschaft einzuführen, ihre theoretische Grundlagen sowie ihre empirischen Untersuchungsfelder darzustellen, untereinander zu unterscheiden und von anderen disziplinären Fragestellungen (z. B. Politikwissenschaft) oder weiteren Konzepten auf dem Gebiet der Globalisierungsforschung abzug...
Theresa Wobbe

Weltgesellschaft

Bielefeld: transcript 2000 (Einsichten); 97 S.; kart., 10,12 €; ISBN 3-933127-13-0
Wobbe versteht den Begriff der Weltgesellschaft als vielfach vernachlässigte Dimension der Globalisierungsdebatte: „Es ist das Ziel der folgenden Darstellung, in unterschiedliche soziologische Konzepte der Weltgesellschaft einzuführen, ihre theoretische Grundlagen sowie ihre empirischen Untersuchungsfelder darzustellen, untereinander zu unterscheiden und von anderen disziplinären Fragestellungen (z. B. Politikwissenschaft) oder weiteren Konzepten auf dem Gebiet der Globalisierungsforschung abzugrenzen." (6) In diesem Sinne stellt sie verschiedene Konzepte der Weltgesellschaft vor (Peter Heintz, John W. Meyer und Niklas Luhmann). Darauf aufbauend wird ein Blick in die „Werkstatt weltgesellschaftlicher Analysen" (55) geworfen. Neben Heintz und Meyer sind den Überlegungen Rudolf Stichwehs und Yaesmin Soysal eigene Abschnitte gewidmet. Verbindendes Element einiger der soziologischen Konzepte zur Weltgesellschaft ist die Verortung der Weltgesellschaft als neu auftauchendes Phänomen, das angesichts der Nichtüberlappung und Inkompatibilität mit bislang bestehenden Konzepten als soziales Gebilde „selbst die maximale Grenze von erreichbaren Handlungen und verstehbarer Kommunikation darstellt und daher eigene Unterscheidungen vornimmt und neue Interdependenzen auslöst" (75). Insofern stellt die Weltgesellschaft ein soziales System dar, „ohne das die moderne Gesellschaft und ihre Kontingenz nicht hinreichend zu erklären und zu beschreiben wäre" (8).
Manuel Fröhlich (MF)
Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
Rubrizierung: 5.424.1 Empfohlene Zitierweise: Manuel Fröhlich, Rezension zu: Theresa Wobbe: Weltgesellschaft Bielefeld: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13245-weltgesellschaft_15871, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 15871 Rezension drucken
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