/ 11.06.2013
Steffen Meyer
Zwischenstaatliche Finanzzuweisungen im zusammenwachsenden Europa. Zur Gestaltung eines Finanzausgleichs für die Europäische Union
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2000 (Finanzwissenschaftliche Schriften 97); 374 S.; ISBN 3-631-36077-0Diss. Würzburg. - Die Arbeit will die Notwendigkeit eines europäischen Finanzausgleichs und die Geeignetheit von zwischenstaatlichen Finanzzuweisungen (FZ) für die fortgesetzte Integration der EU zeigen. Der normative Referenzrahmen einer erweiterten ökonomischen Theorie des Föderalismus wird dazu ergänzt durch eine Wirkungsanalyse alternativer Ausgestaltungen von Finanzzuweisungen. Die Arbeit verbindet mit der mikroökonomischen Indifferenzkurvenanalyse, der ökonomischen Theorie der Politik und ...
Steffen Meyer
Zwischenstaatliche Finanzzuweisungen im zusammenwachsenden Europa. Zur Gestaltung eines Finanzausgleichs für die Europäische Union
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2000 (Finanzwissenschaftliche Schriften 97); 374 S.; brosch., 118,- DM; ISBN 3-631-36077-0Diss. Würzburg. - Die Arbeit will die Notwendigkeit eines europäischen Finanzausgleichs und die Geeignetheit von zwischenstaatlichen Finanzzuweisungen (FZ) für die fortgesetzte Integration der EU zeigen. Der normative Referenzrahmen einer erweiterten ökonomischen Theorie des Föderalismus wird dazu ergänzt durch eine Wirkungsanalyse alternativer Ausgestaltungen von Finanzzuweisungen. Die Arbeit verbindet mit der mikroökonomischen Indifferenzkurvenanalyse, der ökonomischen Theorie der Politik und der Theorie der Politikverflechtung finanzwissenschaftliche mit politikwissenschaftlichen Analysekonzepten. Dies erlaubt dem Autor, sowohl die Gestaltungsmöglichkeiten für ein rationales Finanzausgleichssystem der EU genauer zu bestimmen als auch die möglichen Fehlentwicklungen in den Blick zu nehmen. Mögliche Wohlfahrtseffekte eines solchen Systems seien angesichts der politischen Bewertung von Nutzen und Kosten allerdings nur in Einzelfallanalysen zu bestimmen. Die Notwendigkeit von Finanzzuweisungen in der EU wird sowohl in ihrer kompensatorischen Form für Verlierer bei notwendigerweise einvernehmlichen Entscheidungen gesehen, vor allem aber in ihrer kohäsionspolitischen Wirkung der Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts und Zusammenwachsens. Die Geeignetheit von Finanzzuweisungen angesichts der institutionellen Verfasstheit der EU wiederum hängt ab von einer Stärkung der Europäischen Kommission, denn "wenn es nicht gelingt, das kooperative Element im Rahmen der EU-Verhandlungsprozesse zu stärken, bleiben in jedem Fall wesentliche Wohlfahrtsgewinne ungenutzt, die bei der Vergabe von FZ nur in einem kooperativen Miteinander aller Entscheidungsträger realisiert werden können" (338).
Achim Wiesner (wie)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 3.2 | 3.5
Empfohlene Zitierweise: Achim Wiesner, Rezension zu: Steffen Meyer: Zwischenstaatliche Finanzzuweisungen im zusammenwachsenden Europa. Frankfurt a. M. u. a.: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12936-zwischenstaatliche-finanzzuweisungen-im-zusammenwachsenden-europa_15506, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 15506
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Dipl.-Politologe.
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