Die rechtspopulistischen Parteien von heute sind ökonomisch links, schreibt der Politikwissenschaftler Philip Manow in seinem neuen Buch. Um zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, müsse man die Auswirkungen der Europäisierung auf nationale Parteiensysteme in den Blick nehmen. Unser Rezensent Floris Biskamp forscht zur Wirtschafts- und Sozialpolitik der AfD und kann Manows Thesen wenig abgewinnen: Die Idee vom ökonomisch linken Rechtspopulismus sei empirisch nicht haltbar, Manow scheitere an seinen eigenen „überzogenen Ansprüchen“.