Moritz Rudolph rekonstruiert die „Dialektik von Einheit und Zerfall“ als das zentrale Motiv der älteren Kritischen Theorie im Nachdenken über internationale Politik. Er empfiehlt neueren Kritischen Theorien eine stärkere Orientierung am politischen Realismus der „alten Frankfurter“. Günther Auth teilt Rudolphs Anliegen, die Idee eines zwangsläufigen Fortschritts hin zu mehr Emanzipation und Einheit im globalen Maßstab zugunsten einer dialektischen Betrachtung zu korrigieren, sieht hierfür aber in der Kritischen IB-Theorie à la Gramsci den entscheidenden Schlüssel.