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/ 20.06.2013
Klaus Große Kracht

Die zankende Zunft. Historische Kontroversen in Deutschland nach 1945

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2005; 224 S.; kart., 19,90 €; ISBN 3-525-36280-3
Große Kracht legt nicht das erste Buch zu den historischen Kontroversen der Bundesrepublik vor. Wer kompetent über die wesentlichen Stationen in einer vorbildlichen Darstellung informiert werden will, wird hier zugreifen. In sechs Kapiteln beschäftigt sich der Autor mit der Geschichtswissenschaft nach 1945, der Fischer-Debatte um die deutsche Schuld am Ersten Weltkrieg, den Anschuldigungen der '68er, dem Historikerstreit über die Revisionismusvorwürfe von Habermas, der Geschichtsbearbeitung nach dem Mauerfall und zuletzt der Goldhagen-Kontroverse sowie der Wehrmachtsausstellung. In der Einleitung und im Schlussteil geht es um die Prozesse und die Auswahlfaktoren der Massenmedien. Jede Wissenschaft ist auf Öffentlichkeit angewiesen; die Massenmedien haben die Historiker jedoch ihrer öffentlichen Rolle zu einem guten Teil beraubt, so das Fazit des Autors.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 2.35 Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Klaus Große Kracht: Die zankende Zunft. Göttingen: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23647-die-zankende-zunft_27157, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 27157 Rezension drucken
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