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/ 17.06.2013
Heidi Hellwig

Die Staatsangehörigkeit als Anknüpfung im deutschen IPR. Unter besonderer Berücksichtigung des Gesetzes zur Reform des Staatsangehörigkeitsrechts

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2001 (Schriften zum Staats- und Völkerrecht 89); XX, 247 S.; brosch., 40,39 €; ISBN 3-631-37356-2
Rechtswiss. Diss. Würzburg; Gutachter: D. Blumenwitz, H. J. Hahn. - Nach der Staatsangehörigkeit bestimmt sich im deutschen Internationalen Privatrecht (IPR) beispielsweise die Rechts- und Geschäftsfähigkeit, das eheliche Güterrecht, die Scheidung und vieles mehr. Naturgemäß ist dies nicht unproblematisch, wenn Personen mehrere Staatsangehörigkeiten besitzen; derzeit gilt die Regelung, dass die deutsche Staatsangehörigkeit in diesem Fall den Vorrang vor allen anderen hat. Die Arbeit prüft aus ju...
Heidi Hellwig

Die Staatsangehörigkeit als Anknüpfung im deutschen IPR. Unter besonderer Berücksichtigung des Gesetzes zur Reform des Staatsangehörigkeitsrechts

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2001 (Schriften zum Staats- und Völkerrecht 89); XX, 247 S.; brosch., 40,39 €; ISBN 3-631-37356-2
Rechtswiss. Diss. Würzburg; Gutachter: D. Blumenwitz, H. J. Hahn. - Nach der Staatsangehörigkeit bestimmt sich im deutschen Internationalen Privatrecht (IPR) beispielsweise die Rechts- und Geschäftsfähigkeit, das eheliche Güterrecht, die Scheidung und vieles mehr. Naturgemäß ist dies nicht unproblematisch, wenn Personen mehrere Staatsangehörigkeiten besitzen; derzeit gilt die Regelung, dass die deutsche Staatsangehörigkeit in diesem Fall den Vorrang vor allen anderen hat. Die Arbeit prüft aus juristischer Perspektive, inwieweit diese Regelungen nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Reform des Staatsangehörigkeitsrechts vom 1. Januar 2000 sachlich richtig sowie angesichts der europäischen Einigung noch angemessen sind. Bei der Lektüre sollte man allerdings über die distanzlose Verwendung von Ausdrücken wie "Ausbürgerung Artfremder" (37) für die Beschreibung von NS-Maßnahmen hinwegsehen können. Dies gilt auch bei der Paraphrasierung eines Textes über Privatrecht im Dritten Reich aus dem Jahre 1976 (!): "[...], dass der Begriff der Staatsangehörigkeit für völlig ungeeignet gehalten wurde. Denn er erfasste einerseits auch Personen artfremden Blutes" (36).
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.3 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Heidi Hellwig: Die Staatsangehörigkeit als Anknüpfung im deutschen IPR. Frankfurt a. M. u. a.: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15186-die-staatsangehoerigkeit-als-anknuepfung-im-deutschen-ipr_17258, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 17258 Rezension drucken
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